Smarte Gartenbeleuchtung mit Plug & Shine: Vorplanung, Montage im Garten und App-Steuerung mit Paulmann
27 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack bringt Licht in seinen Garten, mit dem Plug-&-Shine-System von Paulmann. Er zeigt die Vorplanung im Shop, das Verlegen im Garten und die Steuerung per App und Fernbedienung.
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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ
„Lasst sie erstmal so und wartet erst mal, bis es dunkel ist, weil es könnte natürlich sein, dass ihr auch gewisse Leuchten dann noch mal versetzen müsst.“
Tobias Haack, Elektromeister, im Video
Hinweis zur Zusammenarbeit: Tobias bedankt sich im Video bei Paulmann, dass die Produkte zur Verfügung gestellt wurden, und für die Kooperation. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.
Kapitel im Video
Das Wichtigste aus dem Video
1. Vorplanung: was, wo und wie lang?
Bevor man bestellt, braucht es laut Tobias eine eigene Vorplanung, die keiner für einen übernehmen kann. Man muss sich überlegen, wo man was beleuchten möchte und wie viel. In seinem Garten sind es drei Stellen: ein Liege- und Loungebereich mit zwei Cubes, eine Weinrebe, die er mit Globes in Szene setzt, und drei kleine Bäumchen, die mit Spots angeleuchtet werden.
Dann geht es darum, die Längen auszumessen, denn von A nach B muss man auch eine Leitung verlegen. Das sollte man sich grob auf einer Skizze aufmalen, um im Shop das Richtige auswählen zu können. Dazu kommt die Frage, ob man smart steuern möchte oder einfach nur ein und aus.
2. Leuchten im Shop auswählen
Auf der Homepage von Paulmann gibt es den Bereich Außenleuchten und dort das Plug-&-Shine-System, mit einzelnen Schritten bis zum fertigen Ergebnis. Tobias hat nur smart-home-fähige Leuchten gewählt. Über den Filter Zigbee kann man sie vorfiltern lassen. Bei den Globes gibt es verschiedene Varianten, er nimmt die Zigbee-fähigen, mit denen man auch den Farbwechsel machen kann.
3. Den Trafo berechnen
Aus der Anzahl der Leuchten ergibt sich die Stärke des Trafos. Man muss einfach zusammenzählen. Bei Tobias sind das 3 x 6,5 Watt, 2 x 2,8 Watt und noch mal 2 x 2,8 Watt. Er rundet auf (3 x 7 = 21 und 4 x 3 = 12) und kommt auf ungefähr 33 Watt.
Beim Trafo gibt es drei Varianten. Die VA-Angabe kann man als Laie sozusagen in Watt übersetzen. Drei solche Leuchten mit aufgerundet 7 Watt könnte man an einen kleinen Trafo anschließen, er hat mehr und braucht deshalb mehr Leistung. Mit der gewählten Variante hätte er noch Luft nach oben, falls er später erweitern will. Mit einem Trafo kann man laut Tobias bis 150 VA erweitern. Wer einen riesigen Garten hat, dem das nicht reicht, kann auch zwei Stränge aufbauen.
4. Kabel, Verteiler und Steuerung
Es gibt vorkonfektionierte Kabel. Von seinem Trafo bis zur ersten Einspeisung hat Tobias ca. 5 Meter. Ein Ende kommt an die Trafoseite, am anderen Ende ist ein Ausgang, auf den er einen Dreierverteiler schraubt. Von dort geht es zu den einzelnen Leuchten und über das weiterführende Stück mit dem nächsten 5-Meter-Kabel zum nächsten Spot. In seinem Fall braucht er drei 5-Meter-Kabel und drei Verteiler. Weil die Bäume ein Stück auseinanderstehen und das kurze Anschlussstück an der Leuchte nicht reicht, kommen noch zwei 1-Meter-Stücke dazu.
Der Trafo sieht laut Tobias „so bisschen unschön aus“, wenn man ihn irgendwo montieren möchte. Dafür gibt es eine Abdeckung. Bei der Steuerung gibt es einen einfachen Controller für Ein und Aus mit Fernbedienung und den Smart-Home-Controller, mit dem man über eine App zum Beispiel die Farbe ändern kann. Der Controller wird nach dem Trafo eingesteckt. Alles, was danach kommt, wird über ihn gesteuert.
5. Leuchten platzieren: Erdspieß und Geduld
Zum Vorbereiten kann man laut Tobias noch einen Spaten besorgen. Damit lassen sich die Leitungen mit einem einfachen Spatenstich im Rasen verstecken. Er versteckt sie zum Teil auch unter Holz, damit man Anschlüsse und Leitungen nicht so sieht.
Manche Leuchten kommen mit einem Erdspieß in die Erde. Man könnte sie auch mit einer Montageplatte an die Wand montieren. Den Erdspieß kann man direkt draufdrehen oder mit einer Zwischenstange verlängern. Bei den runden Globes ist der Erdspieß besser, weil sie sonst hin und her rollen können. Die Cubes stellt er auf das Holz.
Dabei zeigt er ein paar Stolperstellen. Dreht man den Fuß heraus, kann sich die Schraube mitlösen und drin bleiben, dann fehlt die Aufnahme für den Erdspieß. Und: Ist alles sehr trocken und die Erde hart, sollte man den Rasen vorher wässern. Tobias bekommt die Erdspieße nur zum Teil in die Erde. Mit Gewalt kann es sein, dass etwas abbricht. Auf die Leuchten draufstützen sollte man sich auch nicht, sie sind aus Kunststoff und können brechen.
Sein Rat: Die Erdspieße nicht gleich komplett reinhauen, sondern erst warten, bis es dunkel ist. Es könnte sein, dass man manche Leuchten noch versetzen muss, zum Beispiel, damit sie die Bäume besser ausleuchten.
6. Worauf es beim Anschluss ankommt
Los geht es an einer Steckdose auf der Terrasse. Irgendeine Möglichkeit, den Trafo einzustecken, braucht man. Eingesteckt wird aber erst zum Schluss, wenn alles fertig ist. Danach kommt der Plug-&-Shine-Controller, der die Verbindung zur Fernbedienung und über das Gateway zur App herstellt. Den Controller könnte man mit einem Erdspieß in die Wiese setzen, Tobias versteckt ihn weiter hinten. Den Trafo setzt er in die Abdeckung und versteckt sie hinter einem Blumenkübel.
Beim Zusammenstecken gibt es nur eine Möglichkeit, wie es passt, das Ganze ist sozusagen verpolungssicher. Dann dreht man das Gewinde drauf. Das ist für Tobias das Wichtigste an allem: Draußen kann es regnen, es muss auf jeden Fall gut fest sein. Handfest langt, „da jetzt nicht mit der Zange kommen“, weil man damit vielleicht mehr kaputt macht.
Die Verteiler sparen Leitung. Man könnte für jede Leuchte ein eigenes Kabel ziehen, das wäre laut Tobias aber zu viel des Guten. Ein Tipp vor dem Verbinden: die Leitungen erst von A nach B hinlegen, von der Stromquelle zur Leuchte. So stellt man sicher, dass man Stecker und Kupplung nicht vertauscht.
7. Exkurs: Was bedeutet IP68?
IP steht für International Protection. Viele wissen gar nicht, was das heißt, sagt Tobias. Die erste Zahl steht für Berührungs- und Staubschutz. Die 6 ist dort die höchste Zahl, je höher, desto besser der Schutz. Die 8 steht für Wasserfestigkeit, also Schutz auch bei komplettem Untertauchen. Man könnte laut Tobias auch komplett unter Wasser verlegen, aber die Verbindungen müssen richtig sitzen.
8. Kabel verlegen und Leuchten anschließen
Am Ende jeder langen Leitung gibt es einen Abgriff für einen Verteiler oder direkt eine Leuchte. Braucht man ihn nicht, sollte man nachschauen, dass er zu und verdreht ist, damit kein Wasser und kein Staub reinkommen. Am Verteiler kann man einen Anschluss frei lassen. Auf beiden Teilen gibt es Pfeile, die übereinander zeigen müssen, dann geht das Reinstecken leichter.
Geht das Gewinde ganz schwer drauf, ist es schon ein bisschen krumm angesetzt. Dann lieber noch mal lösen und neu ansetzen. Es muss relativ einfach draufgehen, sonst ist das Ganze nachher undicht.
Den Anschlusskram muss man irgendwie verstecken, bei Tobias unter der Bank oder hinter dem Zaun. Man könnte ihn auch vergraben. Große Umgrabarbeiten braucht es nicht, es geht rein um das Optische. Weil alles wasser- und staubgeschützt ist, kann man es laut Tobias mit ruhigem Gewissen in der Erde vergraben. Er lässt es aber bewusst noch so, um ein paar Tage zu testen, ob alles passt, wenn es dunkel ist. Vielleicht will er doch etwas anders platzieren.
Über den dritten Anschluss am Verteiler könnte man noch eine Leuchte anschließen oder weiter abgreifen. Mit dem System ist man laut Tobias flexibel in der Erweiterung, man muss aber immer beachten, wie viel man am Netzteil anschließt. Die Leuchten für die Bäume setzt er erst einmal direkt unter die Bäume, damit er beim Rasenmähen nicht immer drum herum muss. Muss er sie doch nach hinten versetzen, würde er sie nicht unbedingt vergraben, sondern beim Rasenmähen kurz herausnehmen und wieder reinstecken.
9. Gateway einrichten
Um die Beleuchtung mit dem Smartphone zu steuern, braucht man das Gateway. Es nutzt den Zigbee-Standard. Es hat zwei Anschlüsse: USB für die Stromversorgung und Ethernet für die LAN-Verbindung, damit es mit dem Internet kommuniziert. Das LAN-Kabel kommt an den Router, bei Tobias eine Fritzbox. Eine freie USB-Buchse am Router könnte man für den Strom auch nutzen. Er nimmt den Netzstecker, weil seine belegt ist.
Die App lädt man über einen QR-Code in der Bedienungsanleitung. In der App richtet man Zigbee ein und fügt das Gateway hinzu. Beim Hochfahren blinken beide LEDs. Man muss warten, bis die linke LED konstant leuchtet. Das dauert tatsächlich ein bisschen, da soll man sich laut Tobias nicht verwirren lassen. Dann scannt man den QR-Code hinten am Gateway. Die App braucht dafür Zugriff auf die Kamera und auf Geräte im lokalen Netzwerk.
10. Leuchten einlernen
Jetzt wird die Beleuchtung eingesteckt, und die App sucht die Geräte. Wie es angeordnet sein muss, ist laut Tobias auch noch mal beschrieben: Netzteil, dann Controller, dann die Verbindungen, dann das Licht. Waren die Leuchten vorher anders verbunden, muss man sie auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Seine sind normalerweise noch in Werkseinstellung, weil er sie noch nicht verbaut hatte. Die Suche kann etwas dauern, da muss man geduldig sein. Bei Tobias sollten sechs Geräte gefunden werden, und das war der Fall.
11. Bedienung in der App
Im Dunkeln zeigt Tobias das Ergebnis. Er hat noch umgeplant: Den dritten Baum leuchtet er erst einmal nicht aus, dafür die Weinrebe. In der App kann man Bereiche anlegen, bei ihm einen für den Garten. Die Leuchten lassen sich beschriften, mit Symbolen versehen und umbenennen, zum Beispiel „Baum links“. Als Zubehör hat er eine Fernbedienung eingebunden, mit der er auch alles steuern kann.
Man kann Automatisierungen hinterlegen, bei ihm, wann die Beleuchtung an- und ausgehen soll. Die lassen sich auch aus- und zuschalten. Für einen Ablauf nach Zyklus braucht man noch einen extra Sensor. Über das Dashboard schaltet man alle Leuchten an oder aus und ändert die Farben, zum Beispiel alle rot, blau oder grün. Es gibt voreingestellte Szenen, Relax oder Fokus sind eher für den Innenbereich. Eigene Szenen für draußen kann man erstellen. Mit einem Konto kann man cloudbasiert aus der Ferne und per Sprachsteuerung steuern. Das zeigt Tobias nicht im Detail. Bei Interesse macht er ein eigenes Video zur App-Bedienung, man soll es in die Kommentare schreiben.
12. Fazit und Hinweis zum WLAN
Das Tolle am Plug-&-Shine-System ist für Tobias, dass er neue Leuchten und Verlängerungsleitungen dazukaufen und weitere Leuchten hinzufügen kann. Zum Schluss ein Hinweis, „ganz wichtig“: die WLAN-Verbindung. Ist die Terrasse weiter weg vom Router, könnte es vielleicht Unterbrechungen geben. Man muss vorab sicherstellen, dass das WLAN-Signal draußen gut ankommt. Der Controller an der Spannungsversorgung muss mit dem WLAN im Haus kommunizieren können. Falls das nicht klappt, gibt es laut Tobias Abhilfe, die er in der Videobeschreibung verlinken will.
Redaktioneller Hinweis: Diese Seite beschreibt, was das Video zeigt. Sie ist keine Montageanleitung.
Häufige Fragen
Welchen Trafo braucht man für Plug & Shine?
Laut Tobias ergibt sich die Stärke des Trafos aus den Leuchten: Man zählt die Leistung aller Leuchten zusammen. Bei ihm waren das 3 x 6,5 Watt, 2 x 2,8 Watt und noch mal 2 x 2,8 Watt. Er rundet auf und kommt auf ungefähr 33 Watt. Die VA-Angabe am Trafo kann man als Laie sozusagen in Watt übersetzen. Mit einem Trafo kann man laut Tobias bis 150 VA erweitern. Wer einen riesigen Garten hat, kann auch zwei Stränge aufbauen.
Kann man die Leitungen im Garten vergraben?
Laut Tobias kann man die Leitungen mit einem einfachen Spatenstich im Rasen verstecken. Weil alles wasser- und staubgeschützt ist, kann man es mit ruhigem Gewissen in der Erde vergraben. Er selbst lässt die Leitungen erst einmal liegen, um ein paar Tage zu testen, ob alles so passt, wenn es dunkel ist. Müsste er die Leuchten für die Bäume nach hinten versetzen, würde er sie nicht unbedingt vergraben, sondern beim Rasenmähen kurz herausnehmen und wieder reinstecken.
Was bedeutet IP68 auf den Leuchten?
IP steht laut Tobias für International Protection. Die erste Zahl steht für Berührungs- und Staubschutz, die 6 ist dort die höchste Zahl. Die 8 steht für Wasserfestigkeit, also Schutz auch bei komplettem Untertauchen. Wichtig ist laut Tobias aber, dass die Verbindungen richtig sitzen.
Worauf kommt es beim Zusammenstecken an?
Die Teile passen laut Tobias nur auf eine Art zusammen, das Ganze ist verpolungssicher. Pfeile auf beiden Teilen helfen beim Reinstecken. Das Wichtigste ist, das Gewinde gut festzudrehen, weil draußen Regen und Feuchtigkeit hinkommen. Handfest reicht, mit der Zange macht man vielleicht mehr kaputt. Geht das Gewinde ganz schwer, ist es schon ein bisschen krumm angesetzt. Dann lieber noch mal lösen und neu ansetzen.
Was braucht man für die Steuerung per App?
Tobias nutzt den Smart-Home-Controller von Paulmann, der nach dem Trafo eingesteckt wird. Für die Steuerung mit dem Smartphone braucht man dazu ein Gateway. Es nutzt den Zigbee-Standard und wird per LAN-Kabel mit dem Router verbunden, bei ihm eine Fritzbox. Zum Schluss weist er auf die WLAN-Verbindung hin: Ist die Terrasse weiter weg vom Router, könnte es Unterbrechungen geben. Das sollte man vorab sicherstellen.
Licht und Smart Home planen: Elektriker in Heilbronn und Umgebung
Sie planen Beleuchtung oder Smart Home bei sich zu Hause? Tobias Haack berät Sie in Heilbronn und Umgebung vor Ort, sonst per Video-Beratung.
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Über Tobias Haack
Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.
Hinweis: Die Angaben stammen aus dem Video und beschreiben, was Tobias in seinem Garten zeigt und erklärt. Tobias bedankt sich im Video bei Paulmann für die zur Verfügung gestellten Produkte und die Kooperation. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.