Smartes Schienensystem für Zuhause: 230 Volt von Paulmann, Mitteleinspeisung, Spots und App

19 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack zeigt ein 230-Volt-Schienensystem von Paulmann und macht es mit Zigbee-Leuchtmitteln smart. Dazu erklärt er den Unterschied zwischen Einphasen- und Dreiphasen-Schienensystem.

Tobias HaackElektromeister · Autor
24. November 2024Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: Tobias Haack mit Mütze, daneben verpackte Schienen und Kartons mit Spots und Verbindern von Paulmann, oben links das Paulmann-Logo, Schriftzug „Smartes Schienensystem“

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Zu Hause kommt aus der Decke normalerweise eine Leitung mit drei Adern, also 230 Volt. Dafür braucht man laut Tobias ein Einphasen-Schienensystem. Er zeigt das URail-System von Paulmann mit einer Mitteleinspeisung. Die braucht man, wenn der Deckenauslass in der Mitte liegt und die Schiene nach links und rechts laufen soll. In die Spots kommen Zigbee-Leuchtmittel. In der App von Paulmann lassen sie sich dimmen, in der Farbe und der Farbtemperatur ändern. Den Lichtschalter nutzt Tobias weiter.

„Warum entscheidet man sich für so ein Schienensystem? Einmal natürlich aus Designgründen, aber auch die Flexibilität. Man kann in so eine Schiene dann verschiedene Spots einklipsen.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Redaktioneller Hinweis: Den Anschluss an der Decke zeigt das Video, diese Seite gibt dafür keine Anleitung. Tobias rät im Video, die fünf Sicherheitsregeln zu beachten und es im Zweifelsfall von einer Fachfirma ausführen zu lassen. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks, darunter ein Link zu Paulmann. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht ausdrücklich genannt. Tobias erwähnt, dass er schon einmal ein Video mit der Firma Paulmann gemacht hat.

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Drei- und Einphasen-System
  3. Konfiguration & Erklärungen
  4. Vor der Montage
  5. Bohren & Schrauben
  6. Spots montieren
  7. App einrichten
  8. App-Test
  9. Fazit

Das Wichtigste aus dem Video

1. Einphasen- oder Dreiphasen-Schienensystem?

Viele wünschen sich ein Schienensystem für zu Hause, wissen aber nicht, wie man an die Sache rangeht, sagt Tobias. Dreiphasen, Einphasen, smart oder nicht smart: Da verliert man schnell den Überblick.

Schienensysteme kennt man in der Regel aus dem Gewerbe oder der Industrie. Dort ist es gang und gäbe, dass Dreiphasen-Schienensysteme verbaut werden. Der Unterschied zum 230-Volt-Einphasen-System liegt im Anschluss und in der Baugröße. Dreiphasen-Systeme sind größer, auch die Aufnahme der Spots. Damit lassen sich die Leuchten auf die drei Außenleiter im Drehstromsystem aufteilen. Sein Beispiel: In einem Drogeriemarkt hängen hunderte Leuchten an der Decke. Die kann man schlecht auf eine Phase legen, sonst wird die Sicherung oder die Leitung überlastet.

Zu Hause sind drei Phasen natürlich nicht so gängig. Aus der Decke kommt normalerweise eine Leitung mit drei Adern: schwarz oder braun, blau und grün-gelb. Das sind 230 Volt, und dafür braucht man ein Einphasen-Schienensystem. Ein Dreiphasen-System könnte man dort auch anschließen, braucht man aber nicht unbedingt. Das 230-Volt-System ist eine Baugröße kleiner und von den Kosten etwas günstiger.

2. Warum ein Schienensystem?

„Warum entscheidet man sich für so ein Schienensystem? Einmal natürlich aus Designgründen, aber auch die Flexibilität“, sagt Tobias. In die Schiene lassen sich verschiedene Spots einklipsen. Er hat Spots gewählt, in die später ein smartes Leuchtmittel kommt. Man kann aber auch eine Pendelleuchte einklipsen, dann hängt die Leuchte an einem längeren Kabel.

3. Die richtige Schiene auswählen

Für die Auswahl der richtigen Schiene nutzt man laut Tobias am besten die Homepage von Paulmann. Dort gibt es das URail mit 230 Volt, das im Video verbaut wird, und das ProRail als Dreiphasen-Schienensystem, das er hier nicht braucht. Man sieht dort alle Leuchten für das System, verschiedene Schienentypen, Farben und Längen.

Länge ist für ihn ein wichtiges Stichwort. Er hat vorkonfiguriert und die richtigen Längen bestellt. Man kann die Schiene auch sägen, muss aber auf jeden Fall vorsichtig sein und nicht einfach drauflossägen. Das sollte laut Tobias vielleicht auch vom Fachmann oder von einer Fachfrau gemacht werden. Es gibt die Möglichkeit, die Schiene vorkonfektioniert in der Wunschlänge zu bestellen.

4. Mitteleinspeisung und Anbauteile

Wenn man das Schienensystem nicht schon vorher in der Planung hatte, zum Beispiel beim Neubau oder einer Sanierung, hat man in der Regel einen Deckenauslass in der Mitte des Raums. Soll die Schiene von dort nach links und nach rechts laufen, braucht man eine Mitteleinspeisung. Dort kommt die Leitung aus der Decke durch.

Tobias erklärt auch, warum die Mitteleinspeisung zwei Klemmen für die Phase hat: Bei einer sogenannten Serienschaltung kommt aus der Decke kein drei-, sondern ein vier- oder fünfadriges Kabel. Dann lassen sich der linke und der rechte Teil der Schiene getrennt schalten. Bei ihm kommt ein dreiadriges Kabel raus, beide Teile der Schiene werden gemeinsam versorgt.

Beim Zusammenbauen der Schiene mit Linienverbinder und Endkappen weist er auf ein paar Dinge hin: Die Endabdeckung der Mitteleinspeisung aufheben, man braucht sie am Ende wieder. Der Linienverbinder muss etwas schwerer reingehen und darf nicht einfach so reingehen, eine Einkerbung zeigt, wie weit er rein muss. Schrauben nicht zu fest anziehen, „weil nach fest kommt ab“. Die Endkappe setzt er schon vorher auf, weil in der Schiene lose Metallteile sind, die man sonst auf der anderen Seite rausdrücken kann.

Das System ist laut Tobias sehr flexibel: gerade Stücke, L-Stücke, man kann mit bis zu 10 Verbindern arbeiten. Es gibt eine maximale Wattanzahl, die man im Privathaushalt aber eigentlich nicht erreicht. Für die Mitteleinspeisung gibt es außerdem eine Abdeckung, damit man das Anschlussteil später nicht sieht.

5. Smart machen: zwei Möglichkeiten

Für die smarte Ansteuerung nennt Tobias zwei Wege. Eine Zigbee-Einspeisung nutzt man vielleicht, wenn man schon ein bestehendes System nachrüsten möchte, dessen Leuchten eigentlich nicht smart fähig sind. Im Video nutzt er stattdessen Zigbee-Leuchtmittel in den Spots.

Die Leuchtmittel dreht er schon vorher ein, damit man das nicht auf der Leiter machen muss. Die Spots muss man vor dem Einklipsen etwas vorbereiten. Worauf es laut Tobias ankommt: Auf dem Adapter gibt es ein Symbol mit einem Kreis im Kreis, auf der Schiene das Symbol für die Erdung. Beide müssen auf der gleichen Seite der Schiene sein. Danach lässt sich der Spot noch so ausrichten, wie man ihn braucht.

6. Vor der Montage: Sicherheit zuerst

„Ganz ganz wichtig“ ist für Tobias, vor jeder Arbeit an den Drähten die Spannungsfreiheit festzustellen und die fünf Sicherheitsregeln zu beachten, und zwar mit dem zweipoligen Spannungsprüfer. Nicht einfach nur den Schalter ausmachen: Es kann sein, dass jemand um die Ecke kommt und aus Versehen den Schalter einschaltet. „Das kann böse enden“, vor allem, wenn man auch noch von der Leiter fällt. Im Zweifelsfall sollte man das Ganze laut Tobias von einer Fachfirma ausführen lassen. Videos zu den fünf Sicherheitsregeln und zum Spannungsprüfer hat er in der Videobeschreibung verlinkt.

7. Bohren: auf den Leitungsverlauf achten

Die Schiene wird an die Decke gebohrt und mit Schraubdübeln befestigt. Bei der Schienengröße und seiner Decke reichen Tobias zwei Löcher. Bei einer anderen Decke, vielleicht Gipskarton, würde er ein paar mehr machen. Ist die Schiene länger, reichen zwei Löcher natürlich nicht.

Sehr wichtig ist für ihn, darauf zu achten, wo die Leitung läuft. Je nachdem, wo der Schalter sitzt, kann die Leitung in diese Richtung weglaufen. Wer beim Bohren die Leitung erwischt, für den kann es ärgerlich werden. Es gibt dafür auch Detektiergeräte. „Alles, was man sich an Bohren sparen kann, verringert natürlich auch das Risiko, noch eine Leitung zu erwischen.“ Ein Staubsauger dazu hilft, damit es nicht so staubig wird.

8. Anschluss an der Decke: im Video gezeigt

Den Anschluss der drei Adern an der Mitteleinspeisung zeigt Tobias im Video. Dabei muss er noch ein Stück Draht holen, weil sein Draht zu kurz ist. Danach kommt die Abdeckung drauf, und man sieht den Anschluss nicht mehr. Zum Schluss setzt er die übrigen Spots im Schnelldurchlauf ein und schaltet die Sicherung wieder ein.

Redaktioneller Hinweis: Diese Seite beschreibt nur, was das Video zeigt. Eine Anleitung für den Anschluss an der Deckenleitung gibt sie nicht.

9. Einrichtung in der App

Weil die Leuchten smart-home-fähig und RGBW sind, kann man sie dimmen, an die eigenen Bedürfnisse anpassen und die Farbtemperatur wechseln. Dazu richtet man sie in der App von Paulmann ein. Wie man die App selbst einrichtet, zeigt Tobias nicht im Detail.

In der App erstellt man einen Bereich je nach Zimmer, bei ihm das Büro. Dann sucht die App die Leuchten, dazu müssen sie eingeschaltet sein. Gefunden hat sie alle vier, die er eingebaut hat. Man kann sie umbenennen und Bereichen zuordnen. Einen Bereich Garten hat er schon, weil er mit Paulmann schon ein Video zu seiner smarten Gartenbeleuchtung gemacht hat. Die Leuchten könnte man einzeln ansteuern, Tobias will sie vorerst alle zusammen steuern. Über die Bereiche lässt sich auch etwas automatisieren, zum Beispiel über Zeitschaltuhren.

10. App-Test: Farben, Dimmen, Szenen

Im Dashboard sieht er seine Bereiche Garten und Büro. Die Leuchten lassen sich einzeln ein- und ausschalten, dimmen und in der Farbe wechseln. Im Video zeigt er Rot, Grün und Blau, das Herunterdimmen, Ausschalten, weißes Licht und das Anpassen der Farbtemperatur. Es gibt Szenen, zum Beispiel Fokus, dann wird es ganz hell, und Relax, dann dimmt es etwas runter. Dazu Tagmodus und Nachtmodus. Automatisierungen kann man auch gestalten. Das wäre jetzt zu viel, da müsse man selbst ein bisschen rumspielen, wie man es gerne haben möchte.

11. Und der Lichtschalter?

Schaltet man das Licht am Schalter aus, kann man die Leuchten nicht mit dem Smartphone steuern. Wer nur mit dem Smartphone steuern will, müsste den Schalter laut Tobias theoretisch immer anlassen oder es hardwaretechnisch ändern. Oder man nutzt es so wie er: Er schaltet das Licht weiter am Schalter an und aus und steuert Farbtemperatur, Helligkeit und Dimmung mit dem Smartphone. Nach dem Aus- und Einschalten sind die Leuchten wieder in der vorherigen Einstellung.

Wer noch Fragen zum Schienensystem oder zur smarten Steuerung hat, auch Detailfragen zum eigenen Projekt, kann sie laut Tobias in die Kommentare unter dem Video schreiben.

Häufige Fragen

Einphasen- oder Dreiphasen-Schienensystem für zu Hause?

Laut Tobias kommt im Privathaus aus der Decke normalerweise eine Leitung mit drei Adern, das sind 230 Volt. Dafür braucht man ein Einphasen-Schienensystem. Man könnte dort auch ein Dreiphasen-Schienensystem anschließen, braucht man aber nicht unbedingt. Das 230-Volt-System ist eine Baugröße kleiner und von den Kosten etwas günstiger. Dreiphasen-Schienensysteme kennt man in der Regel aus Gewerbe und Industrie, wo viele Leuchten auf drei Phasen aufgeteilt werden.

Wofür braucht man eine Mitteleinspeisung?

Wenn das Schienensystem nicht schon in der Planung, zum Beispiel beim Neubau oder bei einer Sanierung, eingeplant war, hat man laut Tobias in der Regel in der Mitte des Raums einen Deckenauslass. Will man die Schiene von dort nach links und nach rechts wegführen, braucht man die Mitteleinspeisung. Die Leitung aus der Decke kommt dann in der Mitte durch.

Wie wird das Schienensystem smart?

Tobias nennt zwei Möglichkeiten: eine Zigbee-Einspeisung, die man nutzt, wenn man vielleicht schon ein bestehendes System nachrüsten möchte, dessen Leuchten eigentlich nicht smart fähig sind. Oder, wie im Video, Zigbee-Leuchtmittel in den Spots. Eingerichtet werden die Leuchten dann in der App von Paulmann.

Kann man die Schiene selbst kürzen?

Laut Tobias kann man die Schiene sägen, da muss man aber auf jeden Fall vorsichtig sein. Das sollte vielleicht auch vom Fachmann oder von einer Fachfrau gemacht werden. Es gibt die Möglichkeit, die Schiene vorkonfektioniert in der Wunschlänge zu bestellen. So hat er es gemacht.

Funktioniert der Lichtschalter danach noch?

So nutzt Tobias es selbst: Er schaltet das Licht weiter am Schalter an und aus und steuert Farbtemperatur, Helligkeit und Dimmung mit dem Smartphone. Nach dem Ein- und Ausschalten sind die Leuchten wieder in der vorherigen Einstellung. Ist der Schalter aus, lassen sich die Leuchten aber nicht mit dem Smartphone steuern. Wer nur mit dem Smartphone steuern will, müsste den Schalter laut Tobias theoretisch immer anlassen oder es hardwaretechnisch ändern.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Die Angaben stammen aus dem Video und beschreiben, was Tobias in seinem Büro zeigt und erklärt. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht ausdrücklich genannt. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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