Steckdosen-Kindersicherung: Warum Tobias von Steckdoseneinsätzen abrät. Das Video

Knapp 4 Minuten: Elektromeister Tobias Haack erklärt, warum Steckdoseneinsätze als Kindersicherung im Worst Case Schaden anrichten können. Und welche Steckdosen er stattdessen nennt.

Tobias HaackElektromeister · Autor
3. September 2023Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: eine weiße Steckdose mit rotem Kreuz, daneben ein runder weißer Steckdoseneinsatz mit grünem Pfeil, rechts Tobias Haack mit Daumen nach unten, unten der Schriftzug NICHT!

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Steckdoseneinsätze, die mit einem Klebestreifen in die Steckdose geklebt werden, sind laut Tobias für eine kurzfristige Abhilfe schon ganz gut. Vor allem nicht benutzen sollte man sie, wenn dauerhaft ein Gerät in der Steckdose steckt. Kunststoff und Kleber verringern die Einstecktiefe und die Kontaktfläche. Wenn es blöd läuft und der Stecker ein bisschen Spiel hat, kann mit der Zeit Funkenbildung und Wärme entstehen. Bei alten Steckdosen, in denen der Stecker dann nicht richtig drin sitzt, kann es auch zu einem Brand kommen. Als Lösung nennt Tobias Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz, die es von fast jedem Hersteller gibt.

„Deswegen gibt es von fast jedem Hersteller Steckdosen mit einem erhöhten Berührungsschutz. Das heißt nicht Steckdose mit Kindersicherung, sondern Steckdose mit erhöhtem Berührungsschutz.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Trotzdem nutzen?
  3. Veranschaulichung
  4. Die Lösung?

Das Wichtigste aus dem Video

1. Die Warnung

Zu Beginn sagt Tobias über diese Steckdoseneinsätze als Kindersicherung: „im Worst Case kann es mehrere tausend Euro Schaden nach sich ziehen oder wenn es ganz blöd läuft sogar den Tod verursachen“. Also das, was sie eigentlich verhindern sollen.

2. Kurzfristig gut, dauerhaft nicht

Die Einsätze haben hinten einen Klebestreifen und werden in die bestehende Steckdose eingeklebt. Für eine kurzfristige Abhilfe sind sie laut Tobias schon ganz gut, bevor man die Dose offen lässt und sich den Stromschlag einfängt. Vor allem nicht benutzen sollte man sie, wenn dauerhaft ein Gerät in der Steckdose steckt.

3. Was der Einsatz mit dem Stecker macht

Tobias zeigt es im Profil: Die Metallstifte des Steckers haben eine bestimmte Länge, mit der sie in die Steckdose hineingehen. In der neuen Steckdose im Video sitzt der Stecker fest und hat hinten einen sehr guten Kontakt. Mit dem Steckdoseneinsatz verringert sich diese Länge, zum einen durch den Kunststoff an sich, aber auch durch den Kleber.

Einen Kontakt hat der Stecker dann wohl trotzdem. Bei dieser neuen Steckdose ist es vielleicht auch noch ganz gut, weil die Kontakte noch nicht so ausgeleiert sind. Trotz allem verringern sich die Einstecktiefe und die Kontaktfläche in der Steckdose. Wenn es blöd läuft und der Stecker hin und her wackelt und ein bisschen Spiel hat, kann laut Tobias mit der Zeit Funkenbildung und Wärme entstehen und irgendwann die Steckdose zusammenschmelzen. Mehr dazu im Video ab Minute 01:07.

4. Alte Steckdosen

Hat man keine neue Steckdose mit frischen Kontakten, sondern alte, vielleicht geschraubte, die schon jahrelang in der Wand sind, verringert dann noch einmal die Länge der Stifte und sitzt der Stecker dann nicht richtig drin, kann es laut Tobias natürlich auch zu einem Brand kommen. Das meint er damit, dass es viele Schäden nach sich ziehen kann. Im blödesten Fall, wenn das Haus brennt, kann das auch zum Tod führen. Dann hat diese Kindersicherung ihren Sinn einfach nicht erfüllt.

5. Steckdose mit erhöhtem Berührungsschutz

Natürlich möchte man sicher gehen, dass das Kind nicht mit irgendeinem leitfähigen Gegenstand hineinsticht und sich den Stromschlag einfängt. Deshalb gibt es laut Tobias von fast jedem Hersteller Steckdosen mit einem erhöhten Berührungsschutz. Sie heißen nicht Steckdose mit Kindersicherung, sondern Steckdose mit erhöhtem Berührungsschutz.

Der Berührungsschutz ist hinten an der Abdeckung mit verbaut. Er verhindert, dass man ein leitfähiges Teil in eines der zwei Löcher stecken kann. Trotzdem ist es einfach, den Stecker ganz normal in die Steckdose zu stecken. Mit dem Steckdoseneinsatz dagegen hat man manchmal das Problem, dass man den Stecker nicht richtig hineinbekommt und ein bisschen herumfummeln muss. Für Tobias ist es deshalb besser, gleich auf eine Steckdose mit Berührungsschutz zu gehen. Wer schon neuere Steckdosen verbaut hat, kann laut Tobias theoretisch auch einfach die Abdeckung tauschen. Mehr dazu im Video ab Minute 02:50.

6. Seine Zusammenfassung

Zum Schluss fasst Tobias noch einmal zusammen: Für eine kurzfristige Lösung sind die Einsätze ganz gut. Steckdosen, die man sowieso fast nie benutzt, kann man damit abdecken, „dann ist das Safe“.

Häufige Fragen

Warum rät Tobias von Steckdoseneinsätzen als Kindersicherung ab?

Der Einsatz verringert die Länge, mit der die Stifte des Steckers in die Steckdose hineingehen, durch den Kunststoff an sich und durch den Kleber. Damit verringern sich die Einstecktiefe und die Kontaktfläche in der Steckdose. Wenn es blöd läuft und der Stecker hin und her wackelt und ein bisschen Spiel hat, kann laut Tobias mit der Zeit Funkenbildung und Wärme entstehen und irgendwann die Steckdose zusammenschmelzen.

Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Laut Tobias kann es im Worst Case mehrere tausend Euro Schaden nach sich ziehen oder, wenn es ganz blöd läuft, sogar den Tod verursachen. Wenn bei alten, vielleicht geschraubten Steckdosen, die schon jahrelang in der Wand sind, der Einsatz noch einmal die Länge der Stifte verringert und der Stecker dann nicht richtig drin sitzt, kann es auch zu einem Brand kommen. Wenn das Haus brennt, kann das im blödesten Fall auch zum Tod führen. Dann hat die Kindersicherung ihren Sinn einfach nicht erfüllt.

Wofür sind Steckdoseneinsätze laut Tobias trotzdem gut?

Für eine kurzfristige Abhilfe sind sie laut Tobias schon ganz gut, bevor man die Dose offen lässt und sich einen Stromschlag einfängt. Steckdosen, die man sowieso fast nie benutzt, kann man damit abdecken. Vor allem nicht benutzen sollte man sie, wenn dauerhaft ein Gerät in der Steckdose steckt.

Was ist eine Steckdose mit erhöhtem Berührungsschutz?

Solche Steckdosen gibt es laut Tobias von fast jedem Hersteller. Sie heißen nicht Steckdose mit Kindersicherung, sondern Steckdose mit erhöhtem Berührungsschutz. Der Berührungsschutz ist hinten an der Abdeckung mit verbaut. Er verhindert, dass man ein leitfähiges Teil in eines der zwei Löcher stecken kann. Trotzdem ist es einfach, den Stecker ganz normal in die Steckdose zu stecken.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Diese Seite fasst zusammen, was Tobias im Video zu Steckdoseneinsätzen als Kindersicherung sagt. Sie ist keine Anleitung für Arbeiten an der Elektroinstallation. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. In der Videobeschreibung stehen Links zu Steckdosen mit Schutz und zu Werkzeugen; laut Beschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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