Rollladen zentral steuern mit Somfy: Funkempfänger hinter dem Schalter, Tahoma Switch und Szenario Temperaturkomfort
22 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack macht bei sich zu Hause die vorhandenen elektrischen Rollläden smart. Das Schaltermaterial bleibt, dahinter kommen Funkempfänger von Somfy. Gesteuert wird danach per App, die Schalter an der Wand gehen weiterhin.
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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ
„Natürlich kann man es auch so machen, dass man die dauerhaft unten lässt, dann ist aber die Wohnung über den Sommer immer dunkel. Will man auch nicht.“
Tobias Haack, Elektromeister, im Video
Redaktioneller Hinweis: Den Einbau der Funkempfänger in den Schalterdosen zeigt das Video, diese Seite gibt dafür keine Anleitung. Laut Tobias sollten diese Arbeiten von der Fachfirma übernommen werden. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.
Kapitel im Video
Das Wichtigste aus dem Video
1. Ausgangslage: Rollläden und Schalter sind schon da
Elektrische Rollläden oder Jalousien sind für Tobias schon von Grund auf komfortabel. Wer noch manuelle mit Handzug hat, kann sie laut Video auch nachträglich elektrisch ausführen. Dafür gibt es auch Systeme von Somfy, das ist dann aber grundlegend noch mal anders aufzubauen. Dazu verweist er auf die Homepage oder einen Fachberater.
Bei ihm zu Hause gibt es bereits elektrische Rollläden und ein Schaltermaterial, das er behalten möchte. Für diesen Fall gibt es Unterputzempfänger, die hinter die Schalterdose kommen.
2. Vorsicht Strom: was man vorher prüfen sollte
Tobias weist ausdrücklich darauf hin, nicht unter Spannung zu arbeiten und die fünf Sicherheitsregeln zu beachten. Die Spannungsfreiheit kann man laut Video nur mit dem zweipoligen Spannungsprüfer feststellen. „Also nichts machen, wo man nicht 100 % sicher ist, dass hier keine Spannung mehr anliegt“, sagt er, „weil einmal ein Fehler kann ganz böse enden.“ Die Arbeiten sollten laut Tobias „ab jetzt von der Fachfirma übernommen werden“. Wer von einer Fachfirma ist und sich informieren möchte, soll dranbleiben. Ein paar Basics erzählt er trotzdem.
Schon vor dem Bestellen sollte laut Tobias geprüft sein, ob in der Dose genug Platz ist. Bei zu flachen Schalterdosen braucht schon der Schalter Raum, dazu kommt der Unterputzempfänger, und dann wird es eng. In Neubauten verwenden Elektriker oft schon tiefe Schalterdosen, dann gibt es kein Problem. Was sonst noch in der Dose vorhanden sein muss, erklärt er im Video.
3. Warum smart?
Beim Dreh hat es bei Tobias draußen 32 Grad, es ist Mittag, die volle Sonne scheint drauf, und er hat die Rollläden alle unten. Der Vorteil einer smarten Steuerung: Man muss nicht immer daran denken, sie runterzufahren. Man könnte sie auch dauerhaft unten lassen, dann ist die Wohnung über den Sommer aber immer dunkel, „will man auch nicht“.
Mit Sensoren für die Temperatur innen und die Helligkeit außen steuert das Szenario Temperaturkomfort so, dass man Helligkeit hat, wenn es machbar ist, und beschattet ist, wenn es zu heiß werden kann. Tobias nennt dafür bis zu 7 Grad Temperaturunterschied von außen zu innen, ohne zusätzliche Kühlung. Und alles automatisiert über die App, ohne dass man an die Schalter laufen muss. Sonst kann es passieren, dass man es vergisst, nach der Arbeit heimkommt und die Wohnung heißer ist als draußen.
4. Abdeckungen und Empfänger: im Video gezeigt
Im Video nimmt Tobias die Rollladenschalter heraus, Lichtschalter in derselben Kombination bleiben drin. Er zeigt einen vorbereiteten Schalter, damit man sieht, wie es hinter dem Schalter aussehen sollte. Einen Teil der Arbeiten in den Dosen zeigt er nicht im Detail, „weil das muss die Fachfirma eigentlich wissen“. Für das Abnehmen von Abdeckungen und das Messen der Spannung verweist er auf eigene Videos, die in der Videobeschreibung verlinkt sind.
Das Ergebnis: Der Rollladen lässt sich weiterhin über den klassischen Jalousieschalter steuern und später über die App.
Redaktioneller Hinweis: Diese Seite beschreibt nur, was das Video zeigt. Eine Anleitung für Arbeiten in der Schalterdose gibt sie nicht.
5. Tahoma Switch in Betrieb nehmen
Der Tahoma Switch ist laut Tobias dazu da, dass man über Smart Home mit den Empfängern kommunizieren kann. Mitgeliefert sind ein Kabel mit USB-Anschluss und ein Netzstecker. Man kann ihn gegebenenfalls auch direkt per USB betreiben, wenn man wie Tobias eine Fritzbox hat. Bei Tobias ist der USB-Port der Fritzbox schon belegt, deshalb nimmt er den Netzstecker. Später versteckt er die Box unter dem Sessel.
Nach dem Einstecken leuchtet die Box zuerst orange, irgendwann blinkt die LED blau. Dann lädt man die Tahoma-App herunter, die laut Tobias Schritt für Schritt durch die Installation führt: ein paar Angaben machen, bestätigen, dass die LED blau blinkt, der Box das WLAN geben und ein Somfy-Konto anlegen. Die Erstellung des Benutzerkontos ist für ihn „tatsächlich ganz easy“. Danach sucht er erst einmal nach einem Update.
6. Empfänger einlernen und Positionen
In der App fügt man die Funkempfänger als Produkte hinzu. Zum Einlernen braucht man im Video noch einmal Zugang zu den Unterputzmodulen hinter den Schaltern. Das zeigt Tobias im Video, Arbeiten in der Dose sind laut Tobias Sache der Fachfirma. Jedem Rollladen kann man einen Namen und einen Raum geben.
Danach fährt man den Rollladen am besten einmal komplett zu, damit das System weiß, wann er ganz geschlossen und ganz offen ist. Dann lässt er sich auch mit Prozentangaben fahren, im Video zum Beispiel auf 50 %. Tobias weist darauf hin: Am Anfang zeigt es manchmal an, als wäre der Rollladen zur Hälfte geöffnet, obwohl er offen oder zu ist. Deshalb müsse man am Anfang alle Rollläden zweimal komplett runter und komplett hoch fahren lassen.
7. Temperatursensor und Helligkeitssensor
Für das Szenario lernt Tobias zwei Sensoren von Somfy ein, einen Temperatursensor und einen Helligkeitssensor. Beide kommen mit einem Teil, das man mit zwei Schrauben befestigen kann, vielleicht sinnvollerweise an der Außenfassade oder innen an der Wand. Er legt sie erst einmal nur lose hin. Die Batterien sind mitgeliefert. Eingelernt werden sie über ihre Programmiertaste, etwa 3 Sekunden, bis die LED grün leuchtet.
In der App lassen sich laut Video auch Sensoren anderer Hersteller hinzufügen, „was auch ganz gut ist, dann ist man nicht nur auf dieses System gebunden“. Bewegungsmelder wären laut Tobias relevant, wenn man auch die Beleuchtung mitsteuert.
Den Temperatursensor stellt er im Wohnzimmer aufs Sideboard, weil dort die Temperatur durch die Sonne am schnellsten am Sensor ankommt. Den Helligkeitssensor legt er draußen auf den Balkon, von dort kommt die Sonne, die den Wohnraum aufheizt. Im Wohnzimmer ist es bei ihm gerade sehr warm. Durch die manuelle Verschattung ist es dort aber schon fast 7 Grad kühler als draußen.
8. Szenario Temperaturkomfort einrichten
Unter Szenarien gibt es vorgefertigte Szenarien, man kann auch eigene erstellen. Beim Temperaturkomfort gibt man den Standort ein, damit der Tahoma Switch weiß, wann die Sonne auf- und untergeht, und die Ausrichtung der Fassade, bei Tobias eine Südfassade, die stark der Sonne ausgesetzt ist. Dann wählt man Sonnensensor und Innentemperatursensor und stellt ein, ob einem mehr Helligkeit im Raum oder mehr Hitzeschutz wichtiger ist. Tobias lässt die Vorgabe, weil ihm wichtiger ist, dass es drinnen kühler ist. Tagsüber sind sie ohnehin nicht zu Hause.
Dann wählt man die Rollläden aus. Die Balkontür nimmt Tobias erst einmal nicht mit rein, weil man die eventuell trotzdem noch benutzen muss. Man kann außerdem die Tage festlegen, vielleicht will man es sonntags nicht. Das Szenario lässt sich aktivieren und deaktivieren, und alles lässt sich später noch ändern.
Tiefer geht es über die Fassade ins Sommerprogramm. Dort gibt es vier Positionen, die je nach Helligkeit und Temperatur in Prozent variieren können. Im Video eingestellt ist zum Beispiel: Sind es drinnen mehr als 25 Grad und draußen mehr als 40.000 Lux, fährt der Rollladen auf 10 % auf, also 90 % zu. Gerade sind es nur 4.700 Lux, weil es bewölkt ist und gleich ein Gewitter kommt. Zum Simulieren setzt Tobias den Wert auf 3.000 Lux herab. Das Szenario läuft bei ihm von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr.
Sein Fazit dazu: Man muss sich auf jeden Fall ein bisschen rumprobieren, wie sich die Helligkeit draußen verhält und wie man es drinnen haben möchte. Das Szenario ist aber vorkonfiguriert, man stellt ein paar Sachen ein, „und dann funktioniert es dann auch schon“. Weitere Szenarien lassen sich anlegen, zum Beispiel „Guten Morgen“.
9. Fazit: ein Weg von mehreren
Es gibt laut Tobias noch andere Herangehensweisen, Rollläden oder Jalousien smart auszuführen. Er hat die Gegebenheiten genutzt, die er hat, also die schon verdrahteten Schalter. Von Somfy gibt es zum Beispiel auch Handsender. Bei einem neuen Handsender, den er zeigt, ist ein Temperatursensor schon integriert. Dann bräuchte man den extra Temperatursensor für das Szenario Temperaturkomfort nicht.
Jetzt kann er die Rollläden vom Sofa aus steuern und muss nicht mehr an die Schalter laufen. Die Schalter macht er wieder zu, sie funktionieren weiterhin, zum Beispiel wenn Gäste da sind.
Häufige Fragen
Wer baut die Somfy-Funkempfänger hinter den Schaltern ein?
Den Einbau zeigt Tobias im Video. Laut Tobias sollten diese Arbeiten „ab jetzt von der Fachfirma übernommen werden“. Er weist ausdrücklich darauf hin, nicht unter Spannung zu arbeiten und die fünf Sicherheitsregeln zu beachten. Außerdem sollte laut Tobias schon vor dem Bestellen geprüft sein, ob in der Dose genug Platz ist.
Wofür ist der Tahoma Switch da?
Laut Tobias ist der Tahoma Switch dazu da, dass man über Smart Home mit den Empfängern kommunizieren kann. Mitgeliefert sind ein Kabel mit USB-Anschluss und ein Netzstecker. Gegebenenfalls kann man ihn auch direkt per USB betreiben, wenn man wie Tobias eine Fritzbox hat. Bei ihm ist der USB-Port schon belegt, deshalb nimmt er den Netzstecker. Eingerichtet wird er über die Tahoma-App. Dort verbindet man ihn mit dem WLAN und legt ein Somfy-Konto an.
Funktionieren die Schalter an der Wand danach noch?
Laut Tobias kann man den Rollladen weiterhin über den klassischen Jalousieschalter steuern und zusätzlich über die App. Sein Beispiel: wenn Gäste da sind.
Was macht das Szenario Temperaturkomfort?
Laut Video kann man damit den Sonnenschutz abhängig von der Sonneneinstrahlung und der Raumtemperatur optimieren. Man gibt den Standort und die Ausrichtung der Fassade an, wählt Sonnensensor und Innentemperatursensor und stellt ein, ob einem mehr Helligkeit oder mehr Hitzeschutz wichtiger ist. Tobias nennt dazu bis zu 7 Grad Unterschied zwischen außen und innen, ohne zusätzliche Kühlung.
Warum zeigt die App am Anfang eine falsche Rollladenposition an?
Laut Tobias zeigt es am Anfang manchmal an, als wäre der Rollladen zur Hälfte geöffnet, obwohl er schon offen oder zu ist. Deshalb müsse man am Anfang alle Rollläden zweimal komplett runter und komplett hoch fahren lassen, damit das System die richtigen Positionen kennt.
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Über Tobias Haack
Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.
Hinweis: Die Angaben stammen aus dem Video und beschreiben, was Tobias bei sich zu Hause zeigt und erklärt. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.