Netzwerkdose anschließen: So kommen RJ45-Module auf das Netzwerkkabel

18 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack bringt zwei RJ45-Module von Metz Connect auf ein Netzwerkkabel. Dazu erklärt er Cat-Angaben, die Farbcodes T568A und T568B, Werkzeug und passende Dosen.

Tobias HaackElektromeister · Autor
3. August 2025Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: Tobias Haack hält lächelnd zwei Netzwerkkabel mit aufgesetzten Modulen hoch, links und rechts vergrößerte Netzwerkmodule von Metz Connect, darunter der Schriftzug „Netzwerkmodul auf Kabel“

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Tobias zeigt an einem Testaufbau am Tisch, wie ein E-DAT-Modul und ein C6A-Modul mit 270°-Leitungsabgang auf ein Netzwerkkabel kommen. Bei Cat-Angaben entscheidet laut Tobias das Teil mit der geringeren Zahl, gängige Praxis ist eine Cat-7-Leitung mit Cat-6A-Buchse. Bei den Farbcodes T568A und T568B legt man sich in einem System auf einen fest, an beiden Enden der Leitung. Die Leitung ist empfindlicher als eine Stromleitung, deshalb rät er zu Elektronikdosen mit zusätzlichem Raum für den Biegeradius. Und: Geeignetes, gutes Werkzeug ist ihm wichtig.

Hinweis zur Zusammenarbeit: Laut Tobias hat die Firma Metz Connect das Material zur Verfügung gestellt und unterstützt das Video. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Allgemeine Infos
  3. Infos zur Leitung & Werkzeug
  4. Leitung vorbereiten
  5. E-DAT-Modul aufbringen
  6. C6A-Modul aufbringen
  7. Noch Fragen?

Das Wichtigste aus dem Video

Redaktioneller Hinweis: Hier steht zusammengefasst, was im Video gezeigt wird und worauf es Tobias ankommt. Für die einzelnen Handgriffe am Modul ist das Video selbst die Quelle.

1. Was Cat 5, 6, 7 und 8 bedeuten

Je nach Cat-Zahl hat man laut Tobias mehr oder weniger Übertragungsgeschwindigkeit. Sie steht auf der Leitung und auf der Buchse oder dem Modul. Das Produkt mit der geringeren Zahl macht nachher aus, wie viele Daten man über die Strecke schicken kann. Im Video hat die Leitung Cat 7 und der Stecker Cat 6A. Unter der Zahl gibt es also noch eine Abstufung. Eine Übersicht dazu blendet Tobias im Video ein. „Und das ist gängige Praxis: Cat-7-Leitung und Cat-6A-Buchse.“

2. Einschneiden statt LSA-Plus-Werkzeug

Bei den Modulen im Video werden die Adern eingeführt, abgeschnitten und aufgepresst, dabei schneiden sich die Kontakte in die Einzeladern ein. Andere Varianten zeigt Tobias bewusst nicht, weil sie für ihn „bisschen klobiger“ sind und er damit mehr Zeit braucht. Im Alltag bevorzugt er die gezeigten Module. Es gibt auch welche, bei denen man ein spezielles Werkzeug braucht, das LSA-Plus-Werkzeug, mit dem man die Leitung in die Verbindung eindrückt. Das dauert für sein Empfinden länger.

3. MC-Modul oder Keystone

Das MC-Modul ist die Bauart von Metz Connect. Es ist noch kompakter, wenn man alle Produkte aus einem Haus nimmt. Keystone ist laut Tobias ein genormtes Format, das auch passt, wenn man Produkte verschiedener Hersteller nutzt, zum Beispiel in einem Patchpanel. Was es sonst noch gibt, soll man sich auf der Homepage des Herstellers anschauen.

4. T568A oder T568B

Es gibt zwei Farbcodes, T568A und T568B. Einen tieferen Sinn haben sie laut Tobias nicht, und sie schränken die Funktion nicht ein. Sie sind historisch gewachsen: Früher wurde zum Beispiel in Behörden oder bestimmten Anlagen der eine Code benutzt, für andere Gegebenheiten der andere. Ganz wichtig ist ihm: In einem System, also etwa in einem Haus oder Bürogebäude, legt man sich auf einen Farbcode fest, am Anfang und am Ende der Leitung, „damit man keinen Mischmasch drin hat“. Der gängigste ist laut Tobias B, den nutzt er auch in seiner Firma. Wer eine Firma hat, legt das laut Tobias einmal intern fest, „dann machen das alle gleich“.

5. Biegeradius und die richtige Dose

Die Netzwerkleitung ist laut Tobias empfindlicher als eine normale Stromleitung. Einmal umbiegen ist vielleicht nicht so tragisch. Biegt man sie aber immer wieder hin und her, brechen irgendwann die Einzeladern ab. In der Realität kommt die Leitung aus einer Dose und muss wieder hineingeführt werden. Mit der falschen Dose läuft man Gefahr, sie abzuknicken, zum Beispiel bei normalen Schalterdosen. Er sieht auch immer wieder, dass einfach nur tiefe Dosen verbaut sind. Seine Empfehlung sind sogenannte Elektronikdosen mit einem Bauch unten dran, also zusätzlichem Raum, um den Biegeradius einzuhalten. Das gibt er als wichtigen Tipp für alle, die Leitungen installieren und Dosen im Haus setzen.

6. Gutes Werkzeug

Mit schlechtem Werkzeug läuft man laut Tobias Gefahr, die Einzeladern eventuell nicht richtig abzuzwicken oder den Schirm nicht sauber zu entfernen. Sein Werkzeug hat innen eine Millimeterangabe, damit man genau weiß, wie viel Mantel und Schirm man entfernt. Manche nehmen dafür ein Cuttermesser oder den Seitenschneider. „Mag auch alles funktionieren“, sagt er, aber er will es professionell machen, mit dem richtigen Werkzeug. Für das Kürzen der Adern nutzt er einen feinen Elektronikseitenschneider statt Cuttermesser.

7. Leitung vorbereiten: worauf es ankommt

Tobias geht so vor, wie es in der Beschreibung von Metz Connect dargestellt ist. Wichtig ist ihm beim Schirm aus feinen Litzen, dass er überall entfernt bzw. nach hinten gebogen ist und nichts davon zwischen die Aderpaare kommt, „weil es wird auch einen Fehler geben“. Die Aderpaare haben in dieser Leitung noch einmal einen eigenen Schirm. Das Ganze braucht laut Tobias anfangs etwas Übung. Sein Tipp: bevor man es „wirklich in echt in der Wand macht“, vielleicht einmal ein Modul nehmen und es am Tisch vorbereiten, um ein Gefühl für das Handling zu bekommen.

8. Das E-DAT-Modul

Das E-DAT-Modul besteht aus Unterteil, Oberteil und einem Kabelbinder für die Zugentlastung. Auf dem Modul sind die Farben für A und B aufgedruckt. Tobias legt nach B auf. Laut Tobias soll man auf jeden Fall darauf achten, dass jedes Aderpaar zusammenbleibt, also der weiße Draht zu seiner Farbe gehört, „weil dann hat man später ein Problem und es funktioniert nicht“. Die beiden Teile passen nur auf eine Art zusammen, „wie wenn man Tetris spielt“. Zum Zusammendrücken braucht es etwas Kraft, er nimmt dafür eine Kombizange. Das fertige Modul kann man manchmal auch frei nutzen, wenn man es in einer Klemmdose hat, vielleicht für eine Kamera, über einen Geräteträger mit Abdeckung aus dem Schalterprogramm in eine Schalterdose setzen oder, in der Regel auf der anderen Seite, ins Patchpanel einklipsen.

9. Das C6A-Modul mit 270°

Das zweite Modul besteht nur aus zwei Teilen, der Kabelbinder fällt weg. Die Adern werden oben eingelegt statt durch Löcher geschoben, „das spart auch noch mal Zeit“. Die Zugentlastung stellt ein schwarzes Teil her, das von Hand eingeklipst wird, und zusammenführen geht laut Tobias auch ohne Zange, mit etwas Druck der Finger. Der Vorteil: Die Leitung kommt anders heraus. Am Patchpanel kann man die Leitungen so sauber nach unten wegführen, in Schalterdosen mit wenig Platz umgeht man das Abknicken. Es gibt Varianten mit 270°, 180° und 90°.

10. Noch nicht fertig: messen

Mit dem Aufbringen der Module ist es laut Tobias noch nicht getan, wenn man an den Netzwerkaufbau denkt. Leitungen und Module muss man später auch noch durchmessen. Das ist aber nicht Thema dieses Videos. Wer mehr darüber wissen will, soll es in die Kommentare schreiben.

Häufige Fragen

Was bedeuten Cat 5, Cat 6 und Cat 7 bei Netzwerkkabel und Buchse?

Je nach Zahl hat man laut Tobias Haack mehr oder weniger Übertragungsgeschwindigkeit. Sie steht auf der Leitung und auf der Buchse bzw. dem Modul. Das Produkt mit der geringeren Zahl entscheidet, wie viele Daten man über die Strecke schicken kann. Unter der Zahl gibt es noch eine Abstufung, zum Beispiel 6A. Gängige Praxis ist laut Tobias eine Cat-7-Leitung mit einer Cat-6A-Buchse.

T568A oder T568B: Welcher Farbcode ist richtig?

Laut Tobias sind die zwei Farbcodes historisch gewachsen und schränken die Funktion nicht ein. Wichtig ist, sich in einem System, etwa in einem Haus oder Bürogebäude, auf einen Farbcode festzulegen, am Anfang und am Ende der Leitung. Der gängigste ist laut Tobias B, den nutzt er auch in seiner Firma.

Welche Dose braucht man für eine Netzwerkdose?

Netzwerkleitung ist laut Tobias empfindlicher als eine normale Stromleitung und darf nicht so abgeknickt werden. In normalen Schalterdosen läuft man Gefahr, dass das passiert. Er empfiehlt sogenannte Elektronikdosen mit einem Bauch unten dran, also zusätzlichem Raum, um den Biegeradius der Leitung einzuhalten.

Was ist der Unterschied zwischen MC-Modul und Keystone?

Das MC-Modul ist die Bauart von Metz Connect und noch kompakter, wenn man alle Produkte aus einem Haus nimmt. Keystone ist laut Tobias ein genormtes Format, das auch herstellerübergreifend genormt passt, zum Beispiel in ein Patchpanel.

Wozu gibt es Module mit 270°, 180° oder 90°?

Beim gezeigten 270°-Modul kommt die Leitung anders heraus. Laut Tobias kann man so zum Beispiel am Patchpanel die Leitungen sauber nach unten wegführen, und in Schalterdosen mit wenig Platz umgeht man, dass man die Leitung abknicken muss. Es gibt auch Varianten mit 180° und 90°.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Das Video zeigt einen Testaufbau am Tisch mit Produkten von Metz Connect. Laut Tobias hat Metz Connect das Material zur Verfügung gestellt und unterstützt das Video. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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