Lichtschaltungen Grundlagen: Das Video zu den Schaltungen im Haus

6 Minuten Überblick: Elektromeister Tobias Haack erklärt, welche Schaltungen es im Haus und in der Wohnung gibt und wofür man sie nutzt. Von der Ausschaltung bis zum Präsenzmelder.

Tobias HaackElektromeister · Autor
10. September 2023Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Tobias Haack mit nachdenklicher Geste neben einer gezeichneten Glühbirne und einem Kippschalter, Schriftzug Schaltungen

Ohne Ihre Einwilligung wird keine Verbindung zu YouTube aufgebaut. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Ein Licht schaltet man in der Regel mit einem Schalter, einem Taster oder einem Bewegungsmelder. Die Ausschaltung hat eine Schaltstelle, die Wechselschaltung zwei, die Kreuzschaltung benutzt man in der Regel für drei. Ab drei Schaltstellen macht laut Tobias die Tasterschaltung mehr Sinn. Kontroll- und Orientierungsschaltung arbeiten mit einem Glimmlämpchen im Schalter. Das Video gibt einen Überblick, wie die Schaltungen ungefähr aufgebaut sind. Wie man sie aufbaut, anschließt und testet, will Tobias in Folgevideos zeigen.

„Die Tasterschaltung, die nutzt man, wenn man ab drei Schaltstellen hat, weil da macht es dann im Gegensatz zur Kreuzschaltung mehr Sinn, weil die Taster im Einkauf günstiger sind und das Kabel, was man zur Verbindung untereinander braucht, auch günstiger sind wie ein Kreuzschalter oder ein fünfadriges Kabel, das man für die Kreuzschaltung braucht.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Wo werden Schaltungen gebraucht?
  3. Ausschaltung
  4. Serienschaltung
  5. Jalousieschaltung
  6. Wechselschaltung
  7. Doppelwechselschaltung
  8. Kreuzschaltung
  9. Tasterschaltung
  10. Kontrollschaltung
  11. Orientierungsschaltung
  12. Bewegungs- & Präsenzmelder

Das Wichtigste aus dem Video

SchaltungWas sie laut Video ausmacht
AusschaltungEine Schaltstelle, ein Schalter
SerienschaltungEin Schalter mit zwei Wippen, sozusagen zwei Ausschaltungen
JalousieschaltungEine Wippe für Auf, eine für Ab, gegeneinander verriegelt
WechselschaltungZwei Schaltstellen
DoppelwechselschaltungEin spezieller Schalter mit zwei Wippen für zwei Wechselschaltungen
KreuzschaltungWechselschaltung mit zusätzlichem Schalter, in der Regel für drei Schaltstellen
TasterschaltungAb drei Schaltstellen, mit Stromstoßschalter oder Treppenlichtzeitschalter
KontrollschaltungGlimmlämpchen im Schalter leuchtet, wenn das Licht an ist
OrientierungsschaltungGlimmlämpchen im Schalter brennt ständig
Bewegungs- oder PräsenzmelderLicht schalten ohne Schalter

1. Wo werden Schaltungen gebraucht?

Ein Licht ein- und auszuschalten geht laut Tobias in der Regel mit einem Schalter, einem Taster oder einem Bewegungsmelder. In diesem Video spricht er darüber, wie die verschiedenen Schaltungen ungefähr aufgebaut sind. Wie man sie aufbaut, anschließt und testet, will er in Folgevideos im Detail zeigen.

2. Ausschaltung: eine Schaltstelle

Die Ausschaltung ist die einfachste Variante. Sie hat nur eine Schaltstelle, also einen Schalter. Das kennt man zum Beispiel aus dem Bad oder dem Kinderzimmer: Man kommt zur Tür rein, dort ist ein Schalter, Licht ein und aus, „das war's“.

3. Serienschaltung: ein Schalter, zwei Wippen

Darauf baut die Serienschaltung auf. Das ist ein Schalter mit zwei Wippen, in dem sozusagen zwei Ausschaltungen integriert sind. Tobias’ Beispiel: Man kommt ins Wohnzimmer und möchte einmal das Licht im Wohnzimmer und die Leuchte im Esszimmer schalten.

4. Jalousieschaltung: Auf und Ab verriegelt

Die Jalousieschaltung hat nach Tobias’ Worten wenig mit Licht zu tun, ist im Prinzip aber fast das Gleiche: eine Wippe für Auf, eine für Ab. Die beiden sind im Schalter gegeneinander verriegelt, damit man nicht beide Befehle gleichzeitig drücken kann, „sonst geht der Motor im Rollladenkasten kaputt“.

5. Wechselschaltung: zwei Schaltstellen

Die Wechselschaltung sieht man laut Tobias ganz oft. Hier spricht man von zwei Schaltstellen. Zum Beispiel in einem kleinen Flur: Man kommt zur Hauseingangstür rein, schaltet das Licht ein, geht in ein anderes Zimmer und möchte das Licht aus dem Flur dort wieder ausschalten.

6. Doppelwechselschaltung: zwei Wechselschaltungen unter einem Schalter

Auch hier sind unter einem Schalter zwei Wippen. Es ist ein spezieller Schalter, unter dem man zwei Wechselschaltungen integrieren kann. Das hat man zum Beispiel, wenn man das Licht im Wohnzimmer und im Esszimmer von zwei Schaltstellen aus schalten möchte.

7. Kreuzschaltung: in der Regel drei Schaltstellen

Die Kreuzschaltung ist sozusagen eine Wechselschaltung mit einem zusätzlichen Schalter, oder mit mehreren zusätzlichen. In der Regel benutzt man sie aber nur für drei Schaltstellen, zum Beispiel im Schlafzimmer: Man kommt zur Tür rein, macht das Licht an und kann es am Bett links und rechts noch einmal ein- und ausschalten. Man könnte tatsächlich noch mehr Kreuzschalter hinzufügen. Warum man das nicht macht, erklärt Tobias bei der nächsten Schaltung.

8. Tasterschaltung: ab drei Schaltstellen

Die Tasterschaltung nutzt man, wenn man ab drei Schaltstellen hat. Im Gegensatz zur Kreuzschaltung macht sie dann laut Tobias mehr Sinn, weil die Taster im Einkauf günstiger sind und das Kabel für die Verbindung untereinander auch günstiger ist als ein Kreuzschalter oder das Kabel, das man für die Kreuzschaltung braucht.

Als zusätzliches Modul kommt im Unterverteiler oder im Schaltschrank ein Stromstoßschalter oder ein Treppenlichtzeitschalter dazu. Damit lässt sich die Tasterschaltung unterschiedlich nutzen. Ein Beispiel ist das Treppenhaus im Mehrfamilienhaus mit mehreren Tastern: Dort hat man keinen Schalter mit Wippe, sondern einen Taster, der wieder zurückkommt. Extern wird ein Treppenlichtzeitschalter aktiviert, eine Zeit läuft ab, dann geht das Licht aus.

Ein anderes Beispiel ist ein großer Flur mit vier Schaltstellen: An der Hauseingangstür Licht an, und dann kann man es ausmachen, wenn man in Zimmer 1, ins Bad oder ins Wohnzimmer geht.

9. Kontrollschaltung: das Glimmlämpchen zeigt, dass Licht an ist

Bei der Kontrollschaltung leuchtet eine Glimmlampe im Schalter, wenn man den Schalter betätigt hat und das Licht an ist. Man kennt das von so einem roten Fenster, in dem man das Glimmlämpchen sieht. Genutzt wird das zum Beispiel beim Badezimmer, wenn der Schalter außerhalb vom Bad sitzt. Leuchtet das Glimmlämpchen, weiß man: Im Bad ist Licht an. Ist es aus, brennt das Licht nicht. Daher der Name: Man kontrolliert sozusagen, dass das Licht an ist.

10. Orientierungsschaltung: das Glimmlämpchen brennt ständig

Eine Variante mit dem Glimmlämpchen ist die Orientierungsschaltung. Hier brennt das Glimmlämpchen ständig. Kommt man zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus ins Treppenhaus, ist es in der Regel kurz noch dunkel, bis man den Taster betätigt. Das dauernd leuchtende Glimmlämpchen hilft, den Taster im Treppenhaus zu finden. Hält man sich zu lang auf, geht irgendwann das Zeitschaltrelais aus, das Licht ist aus, und man muss wieder die nächste Schaltstelle finden.

11. Bewegungs- und Präsenzmelder: ganz ohne Schalter

Eine weitere Variante kommt ohne Schalter aus: das Licht über einen Bewegungsmelder oder einen Präsenzmelder schalten. Den Unterschied zwischen den beiden will Tobias in einem eigenen Video erklären, weil er „ein bisschen komplexer“ ist.

Am Ende fragt Tobias die Zuschauer, welche Schaltung er als Erstes im Detail erklären soll.

Hinweis zur Zusammenarbeit: Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Ausschaltung und Wechselschaltung?

Die Ausschaltung hat nur eine Schaltstelle, also einen Schalter, zum Beispiel im Bad oder Kinderzimmer: Man kommt zur Tür rein, Licht ein und aus. Die Wechselschaltung hat zwei Schaltstellen, zum Beispiel in einem kleinen Flur: An der Hauseingangstür das Licht einschalten und es beim Gang in ein anderes Zimmer dort wieder ausschalten.

Was ist eine Serienschaltung?

Laut Tobias Haack ein Schalter mit zwei Wippen, in den sozusagen zwei Ausschaltungen integriert sind. Sein Beispiel: Man kommt ins Wohnzimmer und möchte das Licht im Wohnzimmer und die Leuchte im Esszimmer schalten.

Wann nimmt man eine Kreuzschaltung und wann eine Tasterschaltung?

Die Kreuzschaltung benutzt man laut Tobias Haack in der Regel nur für drei Schaltstellen, zum Beispiel im Schlafzimmer an der Tür und am Bett links und rechts. Hat man ab drei Schaltstellen, macht für ihn die Tasterschaltung mehr Sinn, weil Taster und das Kabel zur Verbindung im Einkauf günstiger sind als Kreuzschalter oder das Kabel für die Kreuzschaltung. Dazu kommt im Unterverteiler oder Schaltschrank ein Stromstoßschalter oder ein Treppenlichtzeitschalter.

Was ist der Unterschied zwischen Kontrollschaltung und Orientierungsschaltung?

Bei beiden sitzt ein Glimmlämpchen im Schalter. Bei der Kontrollschaltung leuchtet es nur, wenn das Licht an ist, zum Beispiel bei einem Schalter außerhalb vom Badezimmer. Bei der Orientierungsschaltung brennt es ständig, damit man den Taster zum Beispiel im dunklen Treppenhaus findet.

Warum sind die Wippen beim Jalousieschalter verriegelt?

Eine Wippe ist für Auf, eine für Ab. Im Schalter sind sie gegeneinander verriegelt, damit man nicht beide Befehle gleichzeitig drücken kann. Sonst geht laut Tobias Haack der Motor im Rollladenkasten kaputt.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Diese Seite fasst zusammen, was Tobias im Video über die verschiedenen Lichtschaltungen sagt. Sie ist keine Anleitung zum Anschließen. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

Nicht alles, was technisch möglich ist,
ist auch sinnvoll.

Ob neue Elektroinstallation, Modernisierung oder ein konkretes Problem: Wir empfehlen Ihnen nicht einfach, was möglich ist, sondern was für Sie wirklich Sinn ergibt. Mit über 20 Jahren Praxiserfahrung weiß Elektromeister Tobias Haack, worauf es ankommt – und wo Sie sich unnötige Kosten sparen können.

Unser Grundsatz: Wir empfehlen nur, was wir auch bei uns zu Hause einbauen würden. Und wenn wir von einer Lösung nicht überzeugt sind, sagen wir das offen – auch wenn uns das einen Auftrag kostet. Denn gutes Handwerk beginnt mit einer Empfehlung, hinter der man steht.

Jetzt mit Tobias Haack Projekt besprechenUnverbindliche Ersteinschätzung vom Elektromeister einholen