Fachkräftemangel im Handwerk: Meine Meinung, und was kannst du tun?

11 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack sagt seine Meinung zum Fachkräftemangel. Warum das Handwerk aus seiner Sicht immer noch als uncool gilt und was jeder Einzelne dagegen tun kann. Seine Lösung: Social Media und Einblick in den Alltag.

Tobias HaackElektromeister · Autor
21. Februar 2022Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: Tobias Haack in Latzhose zeigt mit dem Finger auf den Betrachter, daneben altes Werkzeug wie Hammer, Zangen und Schraubenschlüssel auf Holz, Schriftzug „Fachkräfte Mangel“

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Ein Meinungsvideo: Tobias Haack sagt, dass der Fachkräftemangel besteht, im Handwerk und auch in anderen Sparten. Das Handwerk werde aus seiner Sicht immer noch als uncool dargestellt, gesellschaftlich wolle jeder, dass das eigene Kind studiert. Seine Lösung ist Social Media: Betriebe geben Einblick in ihren Alltag. Das koste nur ein bisschen Zeit, „aber es lohnt sich“. Er selbst macht auf YouTube Videos für Azubis und zeigt seinen Alltag. Er sagt aber auch: Es bedarf natürlich viel mehr, Politik und Gesellschaft.

„Ich habe meine Ausbildung gemacht, weil ich damals in der Schule schlecht war, habe ich so als Notnagel zum Elektriker gelernt.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Redaktioneller Hinweis: Das Video gibt Tobias’ persönliche Meinung wieder. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.

Kapitel im Video

  1. Einleitung
  2. Allgemeines zum Thema
  3. Wo befindest du dich?
  4. Gesellschaftliches Ansehen
  5. Sorry, mein Ansteckmikro ist ausgefallen
  6. Der Zeit hinterher
  7. Eine Lösung: Social Media
  8. Mein Auftrag
  9. Das war's
  10. Wie ist deine Meinung? Ab in die Kommentare!

Das Wichtigste aus dem Video

1. Der Fachkräftemangel besteht

Mit Statistiken will Tobias nicht langweilen. Aber es sei nicht von der Hand zu weisen, dass der Fachkräftemangel besteht. Das betreffe nicht nur das Handwerk, sondern auch andere Sparten, zum Beispiel die Pflegeberufe, „das kennt ihr jetzt ganz aktuell aus TV und Radio“.

2. Seine Gegend: Heilbronn

Sein erster Punkt betrifft die Gegend, aus der er kommt: Heilbronn. Dort gibt es laut Tobias zwei Big Player, Lidl und Kaufland mit ihren Zentralen, und das Audi-Werk in Neckarsulm. Von dort werde immer kommuniziert, man habe einen sicheren Arbeitsplatz, und deshalb wollten alle jungen Leute dorthin. Er kann sich vorstellen, dass es in Großstädten ähnlich ist, wo vielleicht irgendwelche Consulting-Firmen sind, oder er denkt an Frankfurt mit den Banken. Wer aus dem ländlichen Bereich kommt, für den ist das vielleicht nicht so relevant, sagt er.

Das ist für ihn ein großes Problem, weil das Handwerk momentan immer noch als uncool dargestellt werde. Er merkt aber schon, dass es langsam beginnt, sich zu wandeln. Und: Jeder Einzelne kann aus seiner Sicht etwas dagegen tun.

3. Gesellschaftliches Ansehen

Gesellschaftlich wolle jeder irgendwie, dass das eigene Kind studieren geht und einen akademischen Weg geht. Es gehe ums Geld und um diesen Bildungsweg.

Von sich selbst erzählt Tobias: Er hat Elektriker gelernt, weil er damals in der Schule schlecht war, „so als Notnagel“. Eigentlich wollte er Systemadministrator werden. Er sagt aber auch: Auch im Handwerk kann man, wenn man sich weiter ausbildet, den schulischen Weg gehen, um auf ein Level wie Bachelor und Master zu kommen.

4. Der Zeit hinterher

Ein weiterer Punkt: Herstellerfirmen, Handwerksfirmen und die Kunden seien beim Thema Social Media alle noch ein bisschen der Zeit hinterher. Dabei sei dort viel zu holen für wenig Geld. Es koste sogar gar nichts außer der eigenen Zeit.

5. Eine Lösung: Social Media

Tobias merkt das bei sich selbst mit YouTube. Er macht Lernvideos, um Azubis ein bisschen zu helfen, und zeigt seinen Alltag aus dem Handwerk. Er hat schon viele Nachrichten bekommen. Viele Handwerker und Handwerkerinnen berichten inzwischen von Anfang an über ihren Weg, auch schon in der Ausbildung. So erreicht man laut Tobias potenzielle neue Leute, und so wird das Handwerk auf breiter Ebene in der Gesellschaft cooler angesehen als bisher.

Das wirkt aus seiner Sicht nicht nur auf mögliche Auszubildende, sondern auch auf Kunden und Kundinnen. Wer sich für die Arbeit interessiert, sieht, wie der Alltag aussieht, und bekommt ein Gefühl dafür, was dahintersteckt. Dann hat man die Chance, Preise zu verlangen, die gerechtfertigt sind, ohne sich rechtfertigen zu müssen.

Transparenz und Einblick in den Alltag geben, das kann laut Tobias jede Firma. Es gebe ganz einfache Tools dafür. Er rät das jedem Betrieb, ob One-Man-Show, Großbetrieb oder Kleinbetrieb. Diese Dinge seien umsonst, „kostet euch nur ein bisschen Zeit, aber es lohnt sich“. Wenn man dranbleibt, komme auf jeden Fall was.

6. Sein Auftrag

Tobias hat für sich den Auftrag, ein bisschen etwas für den Nachwuchs zu tun. Bei Prüfungen in der Handwerkskammer merkt er, dass immer die gleichen Fragen kommen. Er macht dazu ein paar Videos, die das einfach erklären, zum Beispiel zu den fünf Sicherheitsregeln. Eine Nachricht hat er von jemandem bekommen, der das in der Prüfung hatte und sich mit einem Video darauf vorbereitet hat. Auf YouTube probiert er, für Azubis ein bisschen etwas zu erklären, natürlich in seinem Elektrobereich.

So könne er dem Fachkräftemangel als Einzelner ein bisschen entgegenwirken. „Es bedarf natürlich viel mehr“, sagt er, Politik und Gesellschaft. Aber als kleiner YouTuber könne er einen Teil dazu beitragen und vielleicht den einen oder anderen zum Nachdenken bringen, selbst etwas zu machen.

7. Seine Frage an die Zuschauer

Das Thema ist für Tobias sehr komplex, man könne lange darüber diskutieren. Deshalb möchte er die Diskussion in den Kommentaren anregen: Was ist eure Meinung, was kann man besser machen? Zum Schluss appelliert er noch einmal eindringlich: Überlegt euch, dass es cool ist, im Handwerk eine Ausbildung zu machen.

Häufige Fragen

Woran liegt der Fachkräftemangel im Handwerk nach Meinung von Tobias Haack?

Er nennt mehrere Punkte: Das Handwerk werde momentan immer noch als uncool dargestellt, auch wenn er merkt, dass es langsam beginnt, sich zu wandeln. Gesellschaftlich wolle jeder, dass das eigene Kind studiert und einen akademischen Weg geht. In seiner Gegend um Heilbronn zögen große Arbeitgeber mit dem sicheren Arbeitsplatz die jungen Leute an. Und beim Thema Social Media seien Herstellerfirmen, Handwerksfirmen und Kunden noch ein bisschen der Zeit hinterher.

Was kann ein Handwerksbetrieb laut Tobias gegen den Fachkräftemangel tun?

Seine Lösung ist Social Media: Transparenz und Einblick in den Alltag geben. Das kann aus seiner Sicht jede Firma. Er rät das jedem Betrieb, ob One-Man-Show, Großbetrieb oder Kleinbetrieb. Es koste nur ein bisschen Zeit, „aber es lohnt sich“. Wer dranbleibt, bei dem kommt laut Tobias auf jeden Fall etwas.

Was bringt der Einblick in den Alltag bei Kunden?

Laut Tobias sehen Kunden und Kundinnen, die sich für die Arbeit interessieren, wie der Alltag aussieht, und bekommen ein Gefühl dafür, was dahintersteckt. Dann hat man aus seiner Sicht die Chance, Preise zu verlangen, die gerechtfertigt sind, ohne sich rechtfertigen zu müssen.

Was tut Tobias Haack selbst gegen den Fachkräftemangel?

Er hat für sich den Auftrag, etwas für den Nachwuchs zu tun. Auf YouTube zeigt er seinen Alltag im Handwerk und macht Videos für Azubis in seinem Elektrobereich, zum Beispiel zu den fünf Sicherheitsregeln. Er sagt aber auch: Es bedarf natürlich viel mehr, Politik und Gesellschaft. Als kleiner YouTuber könne er einen Teil dazu beitragen.

Kann man im Handwerk auf ein Level wie Bachelor und Master kommen?

Laut Tobias kann man im Handwerk, wenn man sich weiter ausbildet, auch den schulischen Weg gehen, um auf ein Level wie Bachelor und Master zu kommen.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik.

Hinweis: Das Video ist vom Februar 2022 und gibt Tobias’ Meinung zu diesem Zeitpunkt wieder. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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Unser Grundsatz: Wir empfehlen nur, was wir auch bei uns zu Hause einbauen würden. Und wenn wir von einer Lösung nicht überzeugt sind, sagen wir das offen – auch wenn uns das einen Auftrag kostet. Denn gutes Handwerk beginnt mit einer Empfehlung, hinter der man steht.

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