3 Tipps für deine Elektroinstallation: Geld sparen, Fehler vermeiden, sicher arbeiten

8 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack gibt drei Tipps, wenn Sie Ihre Elektroinstallation selber machen möchten. „Zeit, Nerven und Geld sparen ist das Motto.“

Tobias HaackElektromeister · Autor
21. September 2025Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: Tobias Haack in kariertem Hemd und Latzhose zeigt drei Finger, daneben rote Schriftzüge „Zeit?“, „Kosten?“ und „Nerven?“

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Tobias Haack gibt drei Tipps für alle, die ihre Elektroinstallation selber machen möchten. Erstens: Nur weil man es selber macht, wird es nicht unbedingt billiger. Zweitens: so gut es geht lange im Voraus planen. Drittens: eine Fachfirma dazuholen, die das Projekt von Anfang bis Ende begleitet. Den letzten Tipp hält Tobias nach seiner Erfahrung für den wichtigsten. Wer alle drei Tipps miteinander verbindet, hat laut Tobias das beste Ergebnis.

„Lange im Voraus anfangen zu planen. Alles, was man geplant hat, geschrieben hat, jemand anders mitgeteilt hat, spart euch nachher viel Zeit und Nerven.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Hinweis zur Zusammenarbeit: Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Tobias verweist im Video auf seinen kostenlosen Ratgeber und seine Video-Beratung. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Vorab-Infos
  3. Tipp 1
  4. Tipp 2
  5. Tipp 3
  6. Noch Fragen?

Das Wichtigste aus dem Video

1. Vorab: Strom ist gefährlich

Bevor es losgeht, macht Tobias einen Einwurf: Alle Arbeiten an elektrischen Anlagen, die man als Laie und nicht vom Fach durchführt, sind „eigentlich, wenn man es ganz genau nimmt, nicht erlaubt“. Er weiß aber, dass ganz viele seine Videos anschauen und Dinge trotzdem selber machen. Deshalb: „Vorsicht, Strom ist gefährlich.“ Immer die fünf Sicherheitsregeln beachten. Dazu gibt es ein eigenes Video, verlinkt in der Videobeschreibung.

2. Tipp 1: Selber machen ist nicht unbedingt billiger

„Nur weil du das Ganze selber machst, heißt es nachher nicht unbedingt, dass das Ganze billiger wird“, sagt Tobias. Geld sparen sei natürlich immer der erste Punkt, warum man gewisse Themen selber macht. In seinem kostenlosen Ratgeber stehen Tipps und Beispielrechnungen, warum das ein Trugschluss sein kann.

Man denkt, man hat Geld gespart, weil man zum Beispiel Material günstiger im Internet kauft und die Arbeitszeit spart, die man sonst dem Handwerker bezahlen müsste. Was man laut Tobias vergisst: Wer vielleicht nur die „YouTube-Universität“ besucht hat, dem gehen die Dinge nicht so einfach von der Hand. Sie dauern länger, es passieren mehr Fehler. Tobias hat eine Ausbildung über dreieinhalb Jahre gemacht und eine Zusatzqualifikation als Elektromeister. Dieses Know-how könne man sich als Laie mit ein paar YouTube-Videos nicht auf die Schnelle beibringen.

Jede Baustelle ist anders. Man hält vielleicht Gewerke auf, und das ganze Projekt dauert wesentlich länger. Muss man zum Beispiel eine Finanzierung tilgen oder hat eine Wohnung und damit eine Doppelbelastung, kann es dann vielleicht sogar teurer werden. Kommt ein Gewerk, das man fremd vergibt, wegen der langsamen Arbeit vielleicht nicht gleich wieder, kann sich das nach hinten verzögern, und man muss dann mehr Geld zahlen. „Die Einsparung kann ganz schnell wieder aufgebraucht sein.“

Auch nach dem Projekt kann es teuer werden. Wer vielleicht nicht an alle Eventualitäten gedacht hat, die eine Fachfirma mit Know-how und vorausschauendem Denken mitbringt, hat später vielleicht Nacharbeiten, die viel Geld kosten. Als Beispiele nennt Tobias: wenn der Zählerplatz nicht entsprechend dimensioniert ist, wenn Absicherungen falsch gewählt oder Leitungen falsch verlegt werden.

3. Tipp 2: Lange im Voraus planen

„Alles, was man geplant hat, geschrieben hat, jemand anders mitgeteilt hat, spart euch nachher viel Zeit und Nerven“, sagt Tobias. Wer gerade ein Objekt kauft und schnell reagieren muss, für den ist eine vorausschauende Planung natürlich schwierig. Trotzdem sein Tipp: so gut es geht lange im Voraus planen.

Planen heißt für Tobias: Mit dem Grundriss überlegen, wie die Ausstattung aussehen soll. Wollen Sie Smart Home? Wo soll die Beleuchtung hin? Was ist noch geplant, PV-Anlage, Wärmepumpe? Daraus ein Gesamtkonzept machen. Dann weiß man, wenn es wirklich losgeht, was man will und was man braucht, und verliert keine Zeit.

Am besten alles digital, damit jeder, der im Projekt mitarbeitet, darauf zugreifen kann, etwa Helfer oder eine Fachfirma. Dazu verweist Tobias noch einmal auf seinen kostenlosen Ratgeber und auf Softwarelösungen, in die man einen Plan einfügen und einzeichnen kann, wo Steckdosen und Schalter hinkommen. So entsteht eine sichere Dokumentation, auf die man später zurückgreifen kann.

Sein Fazit zu Tipp 2: genug Zeit nehmen, nichts überstürzen. Wer etwas überstürzt, ärgert sich nachher, hat vielleicht etwas vergessen oder muss nacharbeiten, und das kostet wieder Geld. „Wie ihr seht, die greifen alle ineinander.“

4. Tipp 3: Eine Fachfirma dazuholen

„Natürlich auch in eigenem Interesse“, sagt Tobias: Holen Sie sich eine Fachfirma dazu, die Sie im Projekt begleitet. Das kostet natürlich auch Geld, „aber das wäre am falschen Ende gespart“. Denn später braucht man eine Abnahme. Bei einem Badumbau braucht man das laut Tobias nicht. Bei einer Komplettsanierung oder einem Neubau braucht man aber irgendwann einen Zähler. Den muss man beantragen, und das kann nur jemand, der beim Energieversorger und im Installateurverzeichnis eingetragen ist. Das ist in der Regel eine Fachfirma.

Wichtig ist Tobias, dass die Fachfirma von Anfang bis Ende begleitet: gleich am Anfang mitnehmen und das offen ansprechen. Tobias hat einen Elektrobetrieb mit zwei Mitarbeitern und bietet das aktiv an, wenn jemand Eigenleistung machen möchte. Er sagt nicht nein, weil er den Hintergrund versteht: Man möchte Geld sparen oder sich in seinem Objekt selbst verwirklichen. Das macht man dann zusammen mit ein paar Spielregeln, weil es ein Gewerk ist, das gefährlich werden kann.

Dazu kommen laut Tobias versicherungsrechtliche Gründe: „wenn euch nachher die Bude abfackelt, weil irgendwas falsch gemacht wurde“, hat man jemanden, mit dem man das Thema bearbeiten kann. Und die Erfahrung: In der Regel baut man selbst das erste oder zweite Mal. Tobias ist nach eigener Aussage über 20 Jahre im Beruf. Auf dieses Know-how sollte man zurückgreifen und bereit sein, es zu bezahlen, vor allem auch später für die Abnahme.

5. Noch Fragen?

Wer keine Fachfirma findet oder noch am Anfang steht und Tipps braucht, für den bietet Tobias eine Video-Beratung an. Dabei geht es um das Projekt und die Planung. Er ist dabei auch schon virtuell durch eine Rohbaustelle gelaufen. Das Feedback sei immer gut gewesen, man sei dankbar für eine zweite Meinung. Fragen zur Elektroinstallation können Sie Tobias auch in die Kommentare unter dem Video schreiben.

Häufige Fragen

Spart man Geld, wenn man die Elektroinstallation selber macht?

Nicht unbedingt, sagt Tobias Haack. Man denkt, man spart, weil man zum Beispiel Material günstiger im Internet kauft und die Arbeitszeit des Handwerkers spart. Als Laie dauern die Dinge aber länger und es passieren mehr Fehler. Dauert das Projekt länger, kann es, etwa bei einer Finanzierung oder einer Doppelbelastung mit einer Wohnung, vielleicht sogar teurer werden. Die Einsparung kann ganz schnell wieder aufgebraucht sein.

Darf man als Laie an der Elektroinstallation arbeiten?

Laut Tobias sind alle Arbeiten an elektrischen Anlagen, die man als Laie durchführt, „eigentlich, wenn man es ganz genau nimmt, nicht erlaubt“. Er weiß, dass viele trotzdem Dinge selber machen, und warnt: Strom ist gefährlich, immer die fünf Sicherheitsregeln beachten.

Was gehört laut Tobias zur Planung der Elektroinstallation?

Mit dem Grundriss überlegen, wie die Ausstattung aussehen soll: Smart Home, wo die Beleuchtung hin soll und was noch geplant ist, etwa PV-Anlage oder Wärmepumpe. Daraus ein Gesamtkonzept machen, am besten digital, damit jeder im Projekt darauf zugreifen kann. Und: so gut es geht lange im Voraus planen und nichts überstürzen.

Warum sollte man bei Eigenleistung eine Fachfirma dazuholen?

Laut Tobias braucht man später eine Abnahme. Bei einer Komplettsanierung oder einem Neubau braucht man irgendwann einen Zähler. Den kann nur jemand beantragen, der beim Energieversorger und im Installateurverzeichnis eingetragen ist, in der Regel eine Fachfirma. Dazu kommen versicherungsrechtliche Gründe und die Erfahrung der Fachfirma. Tobias rät, die Fachfirma gleich am Anfang mitzunehmen.

Welche späteren Kosten können bei Eigenleistung entstehen?

Wer nicht an alle Eventualitäten denkt, hat später vielleicht Nacharbeiten, die viel Geld kosten können. Als Beispiele nennt Tobias einen Zählerplatz, der nicht entsprechend dimensioniert ist, falsch gewählte Absicherungen und falsch verlegte Leitungen.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Im Video spricht Tobias Haack allein. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

Nicht alles, was technisch möglich ist,
ist auch sinnvoll.

Ob neue Elektroinstallation, Modernisierung oder ein konkretes Problem: Wir empfehlen Ihnen nicht einfach, was möglich ist, sondern was für Sie wirklich Sinn ergibt. Mit über 20 Jahren Praxiserfahrung weiß Elektromeister Tobias Haack, worauf es ankommt – und wo Sie sich unnötige Kosten sparen können.

Unser Grundsatz: Wir empfehlen nur, was wir auch bei uns zu Hause einbauen würden. Und wenn wir von einer Lösung nicht überzeugt sind, sagen wir das offen – auch wenn uns das einen Auftrag kostet. Denn gutes Handwerk beginnt mit einer Empfehlung, hinter der man steht.

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