Digitale Elektroplanung mit Jetplan: Die App im Test bei Elektromeister Tobias Haack

Gut 22 Minuten Video: Tobias Haack zeigt, wie er mit der Jetplan App eine Elektroplanung im Browser anlegt. Vom Grundriss über die Elektro-Symbole bis zur Stückliste und zum PDF.

Tobias HaackElektromeister · Autor
27. Mai 2024Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Tobias Haack mit nachdenklicher Geste neben einem Tablet, das einen Grundriss mit Elektro-Symbolen und Maßangaben in der Jetplan App zeigt, davor das Jetplan-Logo

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Jetplan ist eine Software für die Elektroplanung, die im Browser läuft, bei Tobias auch auf dem Mac. Man lädt einen Grundriss hoch, setzt den Maßstab und zieht Steckdosen, Schalter, Leuchten und andere Symbole per Drag and Drop in den Plan. Daraus lassen sich ein PDF und eine Stückliste für den Großhändler ausgeben. Aus Tobias’ Sicht bietet die App „nur Vorteile“, mitdenken muss man aber trotzdem. Im Intro bedankt sich Tobias für die Kooperation.

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Die App

Das Wichtigste aus dem Video

1. Läuft im Browser, auch auf dem Mac

Jetplan muss man nicht aus einem App-Store laden, die App läuft im Browser. Den großen Vorteil sieht Tobias darin, dass man an einem Gerät arbeiten kann und auf einem anderen Gerät in Echtzeit sieht, was passiert. Er selbst arbeitet am MacBook. Viele Apps, gerade Handwerker-Apps, laufen laut Tobias oft nur unter Windows. Wer mit dem Mac arbeitet, muss dann vielleicht mit einem Emulator arbeiten. Hier geht es über den Browser.

2. Projekt, Wohneinheiten und Grundrisse anlegen

Nach dem Anlegen eines Kontos legt man ein Projekt an und kann Infos wie Adresse und Bauherr eintragen. „Umso mehr Infos, desto besser ist es dann auch nachher in der Ausgabe“, sagt Tobias. In einem Projekt lassen sich mehrere Wohneinheiten zusammenfassen, zum Beispiel bei einem Wohnpark mit mehreren Blöcken. Je Stockwerk lädt man einen Grundriss hoch und kann ihn drehen. Arbeiten mehrere Leute am Projekt, kann man einen Status setzen, damit alle wissen, woran gerade gearbeitet wird.

Der Grundriss muss kein Architektenplan sein. Man kann auch ein Foto von einer eigenen Handzeichnung hochladen. Ein professioneller Plan ist laut Tobias natürlich besser.

3. Zuerst den Maßstab setzen

Tobias empfiehlt, den Plan gleich am Anfang zu vermaßen. Dafür zieht man eine Referenzstrecke auf, deren Länge man aus dem Plan kennt, und gibt das Maß ein. Dann weiß das Programm, wie der Plan zu vermaßen ist. Hat man vorher schon etwas geplant, können sich Dinge verschieben. Deshalb lieber gleich am Anfang. Außerdem rät er zu einer Maus: Mit dem Touchpad am Mac „werde ich immer verrückt“, sagt er, das sei aber Geschmackssache.

4. Elektro-Symbole per Drag and Drop

Die wichtigste Funktion ist für Tobias als Elektriker die Bibliothek mit den Elektrotechnik-Symbolen. Man kann sie in der Profi-Darstellung anzeigen, so wie Elektriker sie lesen, oder in einer Laien-Darstellung für den Kunden. Tobias würde trotzdem immer bei der Profi-Darstellung bleiben, weil man dann sieht, ob zum Beispiel ein Ausschalter oder ein Wechselschalter gemeint ist.

Jedes Symbol hat eine Höhenangabe. Im Video sitzt die Steckdose zum Beispiel auf 30 cm. Die Höhe für alle Schalter lässt sich in den Einstellungen vordefinieren, denn es gibt auch Leute, die Schalter auf eine andere Höhe setzen. Steckdosen und Schalter lassen sich zu Kombinationen zusammenfassen, duplizieren und als Favorit speichern, etwa eine Doppelsteckdose. Es gibt auch vordefinierte Räume, zum Beispiel eine Küche, wie es laut Tobias etwa aus der DIN 18015 rauskommt. Bei einem großen Wohnprojekt mit vielen gleichen Wohnungen kann man sich die Räume selbst vordefinieren.

Zur Auswahl stehen im Video unter anderem Leuchten, Rollladenmotoren, Herdanschlussdose, Leerdosen, Stellmotoren für eine Fußbodenheizung, Daten-, Telefon- und Antennendosen, Raumthermostate und Unterverteiler. Werden die Symbole zu groß für den Plan, kann man die Symbolgröße für alle auf einmal anpassen.

5. Leitungswege für den Bauherrn einzeichnen

Mit dem Linien-Werkzeug kann man einzeichnen, von wo nach wo eine Leitung laufen soll, und daneben eine Notiz setzen. Genau deshalb ist Tobias überhaupt auf die App gekommen: Er hatte einen Bauherrn, der viel selbst gemacht hat. Mit dem Tool konnte er ihm zeigen, von wo nach wo welche Leitung kommt.

6. Bemaßung für Leuchten und Auslässe

Für Deckenauslässe und Spots gibt es ein Bemaßungsraster. Im Video zieht Tobias ein Mittenkreuz durch den Raum und setzt den Deckenauslass darauf. Das Symbol rastet magnetisch ein und wandert mit, wenn man die Bemaßung verschiebt. So sieht der Bauherr oder Monteur sauber, wie weit er von wo reinmessen muss. Auch Maße aus einem Küchenplan kann man übernehmen, damit die Steckdose genau dort sitzt, wo der Küchenplaner sie geplant hat.

7. Stückliste, Angebot und Stromlaufplan

Über die Listen kann man sich eine Stückliste ausgeben lassen und sie an den Großhändler schicken. Wer mit einer bestimmten Firma arbeitet, kann feste Artikelnummern hinterlegen. Tobias kennt es, beim Bestellen auf der Baustelle zwei, drei Rahmen zu vergessen. Das ist so „fast zu 100 Prozent ausgeschlossen“, außer man vergisst die Steckdosen schon in der Planung. Außerdem lassen sich Angebotspositionen mit Aufschlägen anlegen. Einen Export an stromlaufplan.de, der gleich einen Stromlaufplan erstellt, gab es zum Zeitpunkt des Videos in einer Betaphase.

8. Vorteile für Bauherren

Für Bauherren gibt es laut Tobias eine eigene Bauherrenlizenz für ein Projekt. Damit kann man vorplanen, ausprobieren, wo man wie viele Steckdosen haben möchte, und die Planung als PDF dem Elektriker schicken, den man für ein Angebot anfragt. Der Elektriker hat dann vielleicht weniger Arbeit mit der Detailplanung und kann ein erstes Angebot schicken, das vielleicht schon zu 90 Prozent an den späteren Preis herankommt, so Tobias.

9. Vorteile für Elektriker

Man spart Zeit und Nerven, weil man nicht mehr von Hand zeichnen und radieren muss, wenn der Kunde doch etwas woanders haben will. Bauteil anklicken, verschieben, fertig. Ein großer Vorteil ist für Tobias auch, dass er mit digitalen Tools beim Kunden professioneller wirkt als mit Stift, Papier und einem Fresszettel, der vielleicht noch verloren geht. Die Planung ist in der Cloud gespeichert, das PDF kann man in die eigene Handwerkersoftware übernehmen. So hat man dokumentiert, welcher Stand wann besprochen und verschickt wurde. Das gibt laut Tobias auch eine Sicherheit gegenüber dem Kunden.

10. Testversion und Lizenzen

Tobias nennt eine 30 Tage Testversion, in der man zum Beispiel ein erstes Projekt planen und als PDF ausgeben kann. Für Betriebe gibt es verschiedene Modelle, abhängig von der Betriebsgröße und davon, wie viele Projekte man gleichzeitig bearbeiten möchte. Im Verhältnis zu anderen Handwerkersoftwares und CAD-Programmen, die viel komplizierter sind und meistens noch ein Onboarding oder eine Schulung brauchen, findet Tobias die App für sein Verhältnis günstig. Sein Fazit: ein sehr intuitives Tool, „wo man schon noch mitdenken muss“, das aber darauf ausgelegt ist, alles so einfach wie möglich zu machen und Zeit zu sparen.

Hinweis zur Zusammenarbeit: Im Intro bedankt sich Tobias für die Möglichkeit, das Produkt zu testen, und für die Kooperation. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Redaktioneller Hinweis: Das Video ist von Mai 2024, Funktionen und Lizenzmodelle können sich seitdem geändert haben.

Häufige Fragen

Was ist die Jetplan App?

Eine Software für die Elektroplanung, die im Browser läuft. Man lädt einen Grundriss hoch und setzt Steckdosen, Schalter, Leuchten und andere Elektro-Symbole per Drag and Drop. Weil sie browserbasiert ist, muss man nichts aus einem App-Store laden. Bei Tobias läuft sie auch auf dem MacBook.

Können Bauherren mit Jetplan ihre Elektroplanung selbst machen?

Laut Tobias gibt es dafür eine eigene Bauherrenlizenz für ein Projekt. Damit kann man vorplanen und ausprobieren, wo man wie viele Steckdosen haben möchte. Die Planung lässt sich als PDF exportieren und dem Elektriker schicken, den man für ein Angebot anfragt.

Braucht man für die Planung einen Grundriss vom Architekten?

Nicht unbedingt. Tobias sagt, man kann auch ein Foto von einem selbst gezeichneten Grundriss hochladen und darin planen. Ein professioneller Plan ist natürlich besser, aber wenn man nichts anderes hat, geht es auch so.

Welche Vorteile hat digitale Elektroplanung laut Tobias?

Die Planung ist über den Browser von überall erreichbar und in der Cloud gespeichert, ein gezeichneter Plan kann dagegen verloren gehen. Änderungen sind schnell gemacht: Bauteil anklicken und verschieben statt radieren. Man wirkt beim Kunden professioneller und hat eine Dokumentation, welcher Stand wann besprochen wurde.

Gibt es eine Testversion von Jetplan?

Tobias nennt eine 30 Tage Testversion. Darin kann man zum Beispiel ein erstes Projekt planen und es auch schon als PDF ausgeben, um ein Gefühl für das Programm zu bekommen.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Die Seite gibt nur wieder, was Tobias im Video zeigt und sagt. Im Video spricht er von einer Kooperation, laut Videobeschreibung sind die Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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