Ausschaltung einfach erklärt: Das Video zur einfachsten Schaltung, auf Aufputz und Unterputz

Rund 18 Minuten Video: Elektromeister Tobias Haack erklärt die Ausschaltung nicht nur anhand des Plans, sondern an einem Praxisbeispiel. Eine Schaltstelle, eine Brennstelle, also ein Licht.

Tobias HaackElektromeister · Autor
19. April 2026Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Tobias Haack vor gelbem Hintergrund, daneben eine dunkle Wand mit offener Abzweigdose, Glühbirne in einer Fassung und zwei weißen Schaltern, Schriftzug „Richtig verdrahten!“

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Die Ausschaltung ist laut Tobias die simpelste Schaltung, die es wohl gibt: eine Schaltstelle, ein Licht. Der Strom kommt über die Zuleitung vom Sicherungskasten, geht durch den Schalter und von dort zurück zur Leuchte. Den Neutralleiter braucht man nur an der Leuchte, im ersten Moment noch nicht im Schalter. Bei der Aufputzinstallation im Video verteilen sich die Leitungen von einer Abzweigdose aus, bei der Unterputzinstallation macht man das heute sinnvollerweise in der Schalterdose hinter dem Schalter.

„Deswegen würde ich hier immer, wenn man eine Leitung zu einem Schalter führt, schon vorausschauen, eine fünfadrige Leitung verwenden. Das macht jetzt in der Gänze ein paar Euro am Bauvorhaben aus, aber kann euch nachher Geld sparen und Zeit sparen, weil wenn ihr da was nachrüsten müsst, dann habt ihr die Drähte schon vorhanden.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Kapitel im Video

  1. Intro
  2. Infos & Achtung Strom
  3. Ausschaltung Aufputz
  4. Ausschaltung Unterputz
  5. Fazit / noch Fragen?

Das Wichtigste aus dem Video

1. Eine Schaltstelle, ein Licht

Bei der Ausschaltung gibt es eine Schaltstelle und eine Brennstelle, also ein Licht. Manchmal macht man das laut Tobias zum Beispiel im Gäste-WC, wo man wirklich nur einen Schalter hat und keine weitere Steckdose, oder in der Speisekammer. Im Fazit nennt er auch den Kellerraum, in dem man nur ein Licht braucht.

Sucht man nach dem Thema, sieht man oft nur das Schaltbild. Damit kann man praxisbezogen oft nichts anfangen, sagt Tobias, und so ging es ihm in der Ausbildung auch: Er hat die Ausschaltung in der Schule anhand des Schaltbilds gesehen, wusste aber nicht, welche Drähte er miteinander verbinden muss, damit es nachher sinnvoll funktioniert. In der Schule hat er die Ausschaltung nur auf Aufputz gelernt. Die Realität auf der Baustelle ist aber oft die Unterputzinstallation.

2. Erst der Hinweis zur Sicherheit

Das Testbrett im Video ist spannungsfrei. Wer das an der realen Anlage macht, soll laut Tobias „bitte die fünf Sicherheitsregeln beachten“. Er sagt: „Also bitte immer an der stromlosen Anlage arbeiten, ganz wichtig, denn Strom ist gefährlich.“ Die fünf Sicherheitsregeln verlinkt er in der Videobeschreibung.

3. Welche Leitungen es gibt

LeitungWas Tobias dazu sagt
ZuleitungKommt aus einem Unterverteiler, wo die Sicherung dran ist, die man vorher ausschalten muss. In der Regel dreiadrig: stromführende Ader, Neutralleiter, Schutzleiter.
Leitung zur LeuchteBei einer ganz normalen Decken- oder Wandleuchte dreiadrig, darin der geschaltete Leiter, der Neutralleiter und der Schutzleiter.
Leitung zum SchalterHat Tobias bewusst fünfadrig gewählt, damit man gegebenenfalls noch um eine Steckdose erweitern oder später aus der Ausschaltung eine Wechselschaltung machen kann.

Bei der Installation eines Raums ein bisschen in die Zukunft zu denken, ist laut Tobias nicht verkehrt. Auch wenn ein WC im ersten Moment nur einen Schalter und ein Licht hat, würde er gewisse Dinge vorbereiten. Die fünfadrige Leitung zum Schalter macht nach seinen Worten ein paar Euro am Bauvorhaben aus, kann aber später Geld und Zeit sparen, weil die Drähte dann schon vorhanden sind. Welche Funktion die einzelnen Aderfarben haben, erklärt die Seite zu den Aderfarben.

4. Wie der Strom fließt

Tobias erklärt es bildlich: Der Strom kommt über den spannungsführenden Leiter der Zuleitung vom Sicherungskasten. Dann muss er über den Schalter und wieder zurück zur Leuchte, damit die Leuchte Licht gibt. Im Schalter wird geschaltet, danach wird der Strom über eine andere Ader zur Lampe zurückgeschickt.

Den Neutralleiter braucht man nur am Endverbraucher, also an der Leuchte, im ersten Moment noch nicht im Schalter.

Der Schalter selbst ist im Prinzip wie eine Brücke, die geschlossen wird, um den Strom weiterzuschicken. Wie herum man ihn einbaut, darüber kann man sich laut Tobias streiten. Bei Tobias ist immer das Licht aus, wenn die Wippe oben steht, und es geht an, wenn er nach unten drückt.

5. Wechselschalter statt Ausschalter

Im Video nutzt Tobias einen Schalter, der eine Kombination aus Aus- und Wechselschalter ist. Einzelne Ausschalter gibt es auch, die würde er aber nicht empfehlen. Der Unterschied macht nach seinen Worten ein paar Euro aus. Einen Wechselschalter kann man sowohl als auch nutzen: Will man später eine Schaltstelle nachrüsten, kann man daraus einfach eine Wechselschaltung machen, ohne den Schalter noch einmal zu wechseln. Wechselschaltung bedeutet zum Beispiel zwei Schaltstellen, mehr dazu auf der Seite zur Wechselschaltung.

6. Leitungen beschriften

Wer im Rohbau die Leitungen einlegt und erst viel später zum Verklemmen kommt, sollte die Kabelenden auf jeden Fall beschriften, rät Tobias. Er hat ein Symbol für den Schalter, eine Beschriftung für die Zuleitung, die vom Zählerschrank kommt, und ein Lampensymbol verwendet, etwa „Lampe E1“, damit man weiß, welche Leitungen zusammengehören. Macht man das nicht, läuft man bei einer größeren und komplexeren Elektroinstallation Gefahr, dass man es vergessen hat. Dann muss man mit dem Messgerät nachprüfen, und das kostet Zeit. Bei der Unterputzversion ist die Beschriftung laut Tobias noch wichtiger, weil dort alle Leitungen im Schalter enden.

7. Aufputz: die Abzweigdose

Bei der Aufputzinstallation im Video verteilen sich die Leitungen von einer Abzweigdose aus. Das ist das, was man laut Tobias auch zuerst in der Schule lernt. Als Leuchte nimmt er bei der Aufputzvariante eine Lampenfassung.

8. Unterputz: alles in der Schalterdose

Bei der Unterputzinstallation macht man das heute nicht mehr in einer separaten Abzweigdose. Die kennt man vielleicht noch über der Tür, mit einem kleinen Federdeckel, und wenn man dort etwas suchen will, muss man die Tapete aufschneiden. Heute macht man das laut Tobias sinnvollerweise in der Schalterdose hinter dem Schalter. Dafür hat man tiefe Schalterdosen, dort sitzen die Verbindungsklemmen, und der Schalter kommt davor. Hat man einen Fehler, nimmt man den Schalter heraus und kann seine Messungen und Überprüfungen machen.

Bei der Unterputzvariante im Video hat die Schalterdose nur zwei Leitungen. Bei der Aufputzvariante waren es drei: die Zuleitung, die Leitung zum Schalter und die Lampenleitung zur Leuchte. Die Leitung zum Schalter fällt hier weg, weil der Schalter schon an der Abzweigdose sitzt. Gezeigt wird das an Hohlwanddosen, zum Beispiel für Gipskartonwände oder wie hier Holz.

9. Das Schaltermaterial im Video

Tobias nutzt im Video Material von Gira. Bei der Unterputzvariante ist es der Schaltereinsatz im System 55, dazu als Leuchte ein Einbauspot von Gira in einer Schalterdose, den man zum Beispiel auch für Treppenaufgänge nehmen kann. Um den Einsatz herum gibt es viele verschiedene Designelemente. Im Video hat er zum Beispiel E2 in Weiß oder in Schwarz. Die Wippe besteht aus zwei Teilen und lässt sich wieder abnehmen: Gefällt einem Weiß in einem halben Jahr nicht mehr, kann man auf Schwarz wechseln.

10. Weitere Schaltungen

Es gibt viele verschiedene Schaltungen: Wechselschaltung, Kreuzschaltung, Tasterschaltung, eine Ausschaltung mit einer Steckdose darunter oder eine Wechselschaltung mit Steckdose. Die Ausschaltung ist laut Tobias die einfachste davon. Einen Überblick gibt die Seite zu den Grundlagen der Lichtschaltungen.

Am Ende schlägt Tobias vor, das Video vielleicht auch an Lehrerinnen und Lehrer in der Berufsschule zu schicken. Er weiß noch aus seiner Ausbildung, dass dieses Praxisthema oft gefehlt hat, und in der Ausbildung im Betrieb wurde es ihm so im Detail nie beigebracht.

Hinweis zur Zusammenarbeit: Im Video bedankt sich Tobias bei der Firma Gira, die dieses Video mit unterstützt, und nutzt für die Installation Material von Gira. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.

Häufige Fragen

Was ist eine Ausschaltung?

Laut Tobias Haack ist die Ausschaltung die simpelste Schaltung, die es wohl gibt: eine Schaltstelle und eine Brennstelle, also ein Licht.

Wo setzt man eine Ausschaltung ein?

Tobias nennt zum Beispiel das Gäste-WC, wo man wirklich nur einen Schalter hat und keine weitere Steckdose, die Speisekammer oder einen Kellerraum, in dem man nur ein Licht braucht.

Wie funktioniert die Ausschaltung?

Der Strom kommt über die spannungsführende Ader der Zuleitung vom Sicherungskasten. Er muss über den Schalter und von dort wieder zurück zur Leuchte, damit die Leuchte Licht gibt. Der Schalter ist im Prinzip wie eine Brücke, die geschlossen wird, um den Strom weiterzuschicken. Den Neutralleiter braucht man laut Tobias nur an der Leuchte, im ersten Moment noch nicht im Schalter.

Was ist der Unterschied zwischen Aufputz und Unterputz?

Bei der Aufputzinstallation im Video verteilen sich die Leitungen von einer Abzweigdose aus. Bei der Unterputzinstallation macht man das laut Tobias heute sinnvollerweise in der Schalterdose hinter dem Schalter. Hat man einen Fehler, muss man dann keine Tapete aufschneiden, sondern nimmt den Schalter heraus.

Warum empfiehlt Tobias einen Wechselschalter statt eines Ausschalters?

Einzelne Ausschalter gibt es auch, die würde er aber nicht empfehlen; das macht ein paar Euro Unterschied. Einen Wechselschalter kann man sowohl als auch nutzen: Will man später eine Schaltstelle nachrüsten, kann man daraus eine Wechselschaltung machen, ohne den Schalter noch einmal zu wechseln.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Diese Seite fasst zusammen, was Tobias im Video über die Funktion der Ausschaltung erklärt. Redaktioneller Hinweis: Sie ist keine Anleitung zum Anschließen oder Verklemmen. Im Video bedankt sich Tobias bei der Firma Gira für die Unterstützung; laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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Unser Grundsatz: Wir empfehlen nur, was wir auch bei uns zu Hause einbauen würden. Und wenn wir von einer Lösung nicht überzeugt sind, sagen wir das offen – auch wenn uns das einen Auftrag kostet. Denn gutes Handwerk beginnt mit einer Empfehlung, hinter der man steht.

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