Welcher Bohrer für welches Material? Das Video zu Steinbohrer, Metallbohrer und Holzbohrer

5 Minuten Video: Tobias Haack erklärt die drei gängigsten Bohrertypen, wofür sie gedacht sind und wie man sie an der Spitze unterscheidet. Dazu Tipps für verputzte Decken, Metall, dicke Holzteile und Fliesen.

Tobias HaackElektromeister · Autor
21. Juni 2021Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Vorschaubild: Tobias Haack in roter Latzhose tippt sich an die Stirn, links mehrere Bohrer und der Schriftzug „Bohrer – den richtigen finden“

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Inhalt: Kurz gesagt · Kapitel · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Tobias Haack stellt die drei gängigsten Bohrertypen vor. Der Steinbohrer ist für Steine und Mauerwerk und auch für Beton geeignet. Der Metallbohrer ist für Metall, man kann ihn auch für Kunststoff verwenden. Der Holzbohrer ist zum Bohren in Holz und hat an der Spitze einen kleinen Stachel. Wer sehr oft bohrt, könnte sich laut Tobias vielleicht noch einen Universalbohrer zulegen. Für viele Fliesen gibt es den Diamant-Fliesenbohrer.

„Es empfiehlt sich immer, wenn ihr zum Beispiel eine verputzte Decke habt, den Bohrer zuerst ohne die Schlagbohrfunktion laufen zu lassen, weil dann leicht dieser Putz abgetragen wird, und dann auf Schlagbohren umzustellen.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Hinweis zur Zusammenarbeit: Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. In der Videobeschreibung stehen Bohrer-Empfehlungen; laut Beschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks.

Kapitel im Video

  1. Welchen Bohrer brauche ich?
  2. Bohrer-Aufbau
  3. Steinbohrer
  4. Metallbohrer
  5. Holzbohrer
  6. Abspann

Das Wichtigste aus dem Video

1. Worum es geht

Man öffnet vielleicht den Koffer vom Akkuschrauber oder von der Bohrmaschine, und einem fallen verschiedene Bohrer in die Hände. Um zu wissen, welcher Bohrer für welches Einsatzgebiet geeignet ist, erklärt Tobias die drei gängigsten Bohrertypen.

2. Aufbau: glatt oder SDS plus

Unabhängig von der Größe gibt es laut Tobias allgemeine Dinge zu beachten. Der Bohrer teilt sich in zwei Teile auf: den Teil, der bohrt, und den Teil, der in die Maschine muss. Dafür gibt es zwei gängige Varianten:

  • Glatt: für den Akkuschrauber oder für ein normales Bohrfutter, das man mit der Hand zudrehen muss.
  • Mit Aussparungen, genannt SDS plus: für die Aufnahme zum Beispiel eines Bohrhammers. Diesen Bohrer kann man aber wiederum auch in ein normales Bohrfutter einspannen, weil das von allen Seiten greift. Die SDS-Aufnahme ist laut Tobias spezieller, er nennt dabei das Schlagbohren.

3. Steinbohrer: Stein, Mauerwerk, Beton

Der Steinbohrer ist laut Tobias wahrscheinlich der am häufigsten benutzte Bohrer. Er ist für Steine und Mauerwerk und auch für Beton geeignet. Man kann ihn mit der Schlagbohrfunktion benutzen, dann geht er hin und her und schlägt das Material sozusagen aus der Wand, und ohne Schlag.

Tipp bei verputzter Decke: Tobias empfiehlt, den Bohrer zuerst ohne die Schlagbohrfunktion laufen zu lassen, weil dann der Putz leicht abgetragen wird. Danach stellt man auf Schlagbohren um, um mit mehr Kraft das Loch zu bohren. Fängt man sofort mit Schlag an, kann es laut Tobias sein, dass es platzt.

Erkennen kann man den Steinbohrer an der Spitze, so kann man die Bohrer auch untereinander unterscheiden.

4. Metallbohrer: Metall und Kunststoff

Der Metallbohrer ist laut Tobias selbsterklärend für Metall. Man kann ihn auch für Kunststoff verwenden. Die Kanten sind etwas schärfer als beim Steinbohrer, damit das Material besser abgetragen werden kann.

Tipp beim Metallbohren: Je nach Stärke und Dicke, auch vom Bohrer, empfiehlt Tobias ein Kühlmittel, damit der Bohrer nicht gleich stumpf wird, zum Beispiel Öl. Das gibt man vorher auf die Spitze vom Bohrer oder ins Loch. Es verdampft langsam, dann muss man ein bisschen nachgeben. So hält der Bohrer länger.

Bei Metallbohrern gibt es laut Tobias auch unterschiedliche Qualitätsstufen: härter, weicher, günstiger, teurer. Es kommt darauf an, wie oft man ihn benutzt.

5. Holzbohrer: für Holz, mit Stachel an der Spitze

Der Holzbohrer hat an der Spitze einen kleinen Stachel, daran kann man ihn sehr gut von den anderen Bohrern unterscheiden. Er ist zum Bohren in Holz da.

Normalerweise nutzt man ihn laut Tobias nicht, um vorzubohren und einen Dübel zu befestigen. Eine normale Leuchte oder ein kleines Bauteil schraubt man direkt. Der Holzbohrer ist eher dafür da, zum Beispiel einen Holzbalken zu durchbohren, um Kabel durchzuführen, oder um eine Gewindestange durchzumachen und etwas Größeres zu befestigen.

Tipp bei dicken Holzteilen: Wer solche dickeren Holzteile durchbohrt, sollte das laut Tobias nicht am Stück machen, sondern mit ein bisschen Pause, weil das Holz durch die Reibung warm wird.

6. Universalbohrer und Diamant-Fliesenbohrer

Es gibt laut Tobias natürlich noch zig verschiedene Bohrer. Metall, Stein und Holz sind aber die, die man am häufigsten im Haushalt nutzt.

  • Universalbohrer: Wer sehr oft bohrt, könnte sich vielleicht noch einen zulegen. Er vereint die drei in einem, dann braucht man nicht jeden einzelnen.
  • Diamant-Fliesenbohrer: für alle, die viele Fliesen zu Hause haben. Mit dem Diamant wird er nicht so schnell stumpf.
  • Fliesen ohne Fliesenbohrer: Ansonsten kann man für Fliesen zum Beispiel auch den Steinbohrer ohne Schlag benutzen. Das dauert ein bisschen länger.

Am Ende bittet Tobias, in die Kommentare zu schreiben, falls einem etwas einfällt, was er vergessen hat: Er sei auch nicht allwissend und lerne gern dazu.

Häufige Fragen

Welcher Bohrer ist für Stein, Mauerwerk und Beton?

Laut Tobias der Steinbohrer. Er ist für Steine und Mauerwerk und auch für Beton geeignet. Man kann ihn mit der Schlagbohrfunktion benutzen, dann schlägt er das Material sozusagen aus der Wand, und ohne Schlag. Tobias nennt ihn den wahrscheinlich am häufigsten benutzten Bohrer.

Warum erst ohne Schlag bohren, wenn die Decke verputzt ist?

Tobias empfiehlt, den Bohrer bei einer verputzten Decke zuerst ohne die Schlagbohrfunktion laufen zu lassen. Dann wird der Putz leicht abgetragen. Danach stellt man auf Schlagbohren um, um mit mehr Kraft das Loch zu bohren.

Was hilft beim Bohren in Metall?

Je nach Stärke und Dicke, auch vom Bohrer, empfiehlt Tobias ein Kühlmittel, damit der Bohrer nicht gleich stumpf wird, zum Beispiel Öl. Das gibt man vorher auf die Spitze vom Bohrer oder ins Loch. Es verdampft langsam, dann muss man ein bisschen nachgeben. So hält der Bohrer länger.

Wofür nimmt man den Holzbohrer?

Zum Bohren in Holz. Laut Tobias nutzt man ihn normalerweise nicht, um vorzubohren und einen Dübel zu befestigen, denn eine normale Leuchte oder ein kleines Bauteil schraubt man direkt. Er ist eher dafür da, zum Beispiel einen Holzbalken zu durchbohren, um Kabel durchzuführen, oder um eine Gewindestange durchzumachen und etwas Größeres zu befestigen.

Welcher Bohrer ist für Fliesen?

Wer viele Fliesen zu Hause hat, für den gibt es laut Tobias den Diamant-Fliesenbohrer. Mit dem Diamant wird er nicht so schnell stumpf. Ansonsten kann man für Fliesen zum Beispiel auch den Steinbohrer ohne Schlag benutzen, das dauert ein bisschen länger.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.

Hinweis: Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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