Fehler auf der Baustelle: Kommunikation und Dokumentation Tipp von Elektromeister Tobias Haack

5 Minuten, ein Tipp: Für Tobias sind auf der Baustelle Kommunikation und Dokumentation das A und O. Dazu erzählt er ein Beispiel, bei dem eine Info nicht weitergegeben wurde.

Tobias HaackElektromeister · Autor
12. September 2022Video veröffentlicht
Heilbronn und UmgebungElektro Haack
Tobias Haack in Latzhose und kariertem Hemd zeigt den Daumen nach unten, daneben ein Warndreieck, im Hintergrund Baukräne und eingerüstete Gebäude, Schriftzug Mach das nicht

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Inhalt: Kurz gesagt · Das Wichtigste · FAQ

Kurz gesagt Tobias Haack spricht über den größten Fehler, den man auf der Baustelle machen kann. Das A und O ist für ihn die Kommunikation und in Kombination damit die Dokumentation, für Bauherren wie für Handwerker. Es bringt nichts, am Telefon etwas zu besprechen, das dann nicht schriftlich festgehalten wird. Als Beispiel erzählt er von einer Dunstabzugshaube, die an die Decke statt an die Wand sollte. Die Info wurde nicht weitergegeben, und es gab Ärger.

„Das A und O meiner Meinung nach auf einer Baustelle ist Kommunikation und dementsprechend in Kombination auch die Dokumentation, denn wer schreibt, der bleibt.“

Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Das Wichtigste aus dem Video

1. „Wer schreibt, der bleibt“

Das A und O auf einer Baustelle ist laut Tobias seiner Meinung nach die Kommunikation und in Kombination damit die Dokumentation. Das gilt für Bauherr und Bauherrin genauso wie für Handwerker und Handwerkerin, es ist ein Zusammenspiel aus beidem. Jeder sollte Wert darauf legen, zu kommunizieren und die Kommunikation auch zu dokumentieren.

2. Telefonate schriftlich festhalten

Es bringt nichts, am Telefon etwas zu besprechen, das dann nicht schriftlich festgehalten wird. Tobias nennt zumindest ein Angebot mit dem Preis für eine bestimmte Leistung oder die Info einfach kurz in Stichpunkten per E-Mail. So weiß jeder, dass das Gesprochene irgendwo dokumentiert ist.

3. Warum etwas vergessen wird

Eine Baustelle dauert länger, je nach Größe des Projekts. Dann vergisst man vielleicht etwas, ganz unabsichtlich. Manche machen es vielleicht sogar bewusst, sagt Tobias, das will er aber niemandem unterstellen. „Gehen wir mal davon aus, man vergisst was“, sagt er.

Das kann viel nach sich ziehen. Wird zum Beispiel ein Kabel oder Anschluss vergessen, ist es ärgerlich, wenn man das erst später merkt, wenn die Wände schon verputzt sind oder Tapeten drauf sind. Das kostet dann Zeit, Nerven und Geld, und das kann man laut Tobias alles vermeiden.

4. Lieber eine E-Mail zu viel

Es gibt auch das umgekehrte Beispiel, dass man zu viel kommuniziert und dokumentiert. „Aber lieber habe ich eine E-Mail zu viel geschrieben wie zu wenig“, sagt Tobias. Das kann man für jede Größe von Projekt machen: wenn nur eine Leuchte montiert wird, ein Termin bestätigt wird oder ein ganzes Haus umgebaut wird.

Immer wichtig: Sprecht miteinander, also Handwerker mit Kunde. „Lieber einmal zu viel gesprochen wie zu wenig, das ist mein Motto“, sagt Tobias. In den 18 Jahren, in denen er Baustelle macht, hat er laut eigener Aussage schon viel erlebt. Das Video soll als Problemlöser dienen: kommuniziert, dokumentiert.

5. Sein Beispiel: die Dunstabzugshaube

Das Bauvorhaben ist schon eine ganze Weile her, bestimmt schon zehn Jahre, sagt Tobias. Es war ein Einfamilienhaus mit einer Küche, für die er einen Küchenplan ausgehändigt bekommen hatte. Nach dem Plan installieren sie in der Regel die Steckdosen und so weiter.

Dann gab es eine Änderung: Die Dunstabzugshaube sollte nicht mehr an die Wand, sondern an die Decke. Die Steckdose an der Wand war damit hinfällig, der Auslass sollte aus der Decke kommen. Das hat ihnen irgendjemand gesagt, nicht Tobias direkt, wahrscheinlich einem Mitarbeiter von ihm damals. Der hat es nicht weitergegeben, es ging irgendwie unter und wurde nicht gemacht.

Später kamen die Monteure von der Küche, schauten an die Decke, fanden kein Kabel und konnten nicht montieren. Es gab einen riesen Ärger. Der Kunde wollte von ihnen das Geld für die andere Abzugshaube, weil er sie dann doch an die Wand machen wollte; einen Schlitz in der Decke wollte er nicht mehr. Es gab schon eine leichte Streitigkeit, die nachher geklärt wurde. Das hätte man laut Tobias alles vermeiden können, wenn man diese Info einmal kommuniziert hätte.

6. Er lernt auch immer dazu

Tobias bittet die Zuschauer, in die Kommentare zu schreiben, ob sie selbst schon einen Fall hatten, bei dem sie im Nachhinein dachten, sie hätten es lieber aufgeschrieben, oder ob sie noch andere Tipps haben. Er lerne auch immer dazu.

Häufige Fragen

Was ist für Tobias Haack das A und O auf der Baustelle?

Seiner Meinung nach die Kommunikation und in Kombination damit die Dokumentation: „Wer schreibt, der bleibt.“ Es bringt nichts, am Telefon etwas zu besprechen, das dann nicht schriftlich festgehalten wird.

Wer sollte auf Kommunikation und Dokumentation achten?

Laut Tobias sowohl Bauherr und Bauherrin als auch Handwerker und Handwerkerin. Für ihn ist das ein Zusammenspiel aus beidem.

Wie kann man Besprochenes festhalten?

Tobias nennt zumindest ein Angebot mit dem Preis für eine bestimmte Leistung oder die Info einfach kurz in Stichpunkten per E-Mail, damit jeder weiß, dass das Gesprochene irgendwo dokumentiert ist. „Lieber habe ich eine E-Mail zu viel geschrieben wie zu wenig“, sagt er.

Gilt das auch für kleine Aufträge?

Laut Tobias kann man das für jede Größe von Projekt machen, egal ob nur eine Leuchte montiert, ein Termin bestätigt oder ein ganzes Haus umgebaut wird.

Was kann passieren, wenn eine Änderung nicht weitergegeben wird?

Tobias erzählt von einem Einfamilienhaus, das bestimmt schon zehn Jahre her ist. Die Dunstabzugshaube sollte statt an der Wand an der Decke hängen. Die Info kam wahrscheinlich bei einem Mitarbeiter an, wurde nicht weitergegeben und nicht umgesetzt. Die Küchenmonteure fanden an der Decke kein Kabel und konnten nicht montieren. Es gab eine leichte Streitigkeit, die nachher geklärt wurde. Das hätte man vermeiden können, wenn man die Info einmal kommuniziert hätte.

Elektromeister Tobias Haack aus Heilbronn

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik.

Hinweis: Im Video spricht Tobias über Kommunikation und Dokumentation auf der Baustelle. Die Seite beschreibt, was er dort sagt; sie ist keine Anleitung zum Selbermachen. Laut Videobeschreibung sind alle Links dort Affiliate- oder Partnerlinks; eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Stand der Seite: Oktober 2026.

Elektromeister Tobias Haack, Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn
Tobias HaackElektromeister und Inhaber, Elektro Haack

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